Man Group sieht Kreditzyklus vor der Wende
Die Investmentgesellschaft Man Group warnt vor einer Verschlechterung des Kreditumfelds durch steigende Zinsen und anhaltend hohe Inflation.

Laut einer aktuellen Analyse von Man Group deuten zahlreiche Anzeichen auf ein nahendes Ende des aktuellen Kreditzyklus hin. Die Kombination aus einer weltweit beschleunigten Inflation und den daraus resultierenden Leitzinserhöhungen durch Zentralbanken stellt die Kreditmärkte vor erhebliche Herausforderungen.
Der Bericht hebt hervor, dass die aktuelle Konjunkturphase durch die Nachwirkungen der Pandemie und geopolitische Unsicherheiten, wie den Krieg in der Ukraine, ungewöhnlich stark komprimiert wurde. Während die Zentralbanken versuchen, die Preissteigerungen einzudämmen, steigt der Druck auf die Unternehmensfinanzierung. Steigende Zinsen verteuern die Kapitalbeschaffung massiv, was besonders für Unternehmen mit hoher Verschuldung kritisch ist.
Man Group betont, dass bei steigenden Zinskosten die Einhaltung von Kreditbedingungen zunehmend gefährdet ist. Dies kann zu technischen Zahlungsausfällen und Marktabwertungen führen. Angesichts der hohen globalen Verschuldung und des abnehmenden Wirtschaftswachstums zeichnet sich laut der Einschätzung ein schwieriges Umfeld ab, das den Übergang von einer expansiven Phase in eine Rezessionsphase markieren könnte.