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Verbraucher

Man Group: Liquidität bei alternativen Anlagen gewinnt an Bedeutung

Die traditionelle 60/40-Anlagestrategie wird durch Inflation und steigende Zinsen herausgefordert, was Raum für wieder aufkommende liquide Alternativen schafft.

14. Oktober 2026
Man Group: Liquidität bei alternativen Anlagen gewinnt an Bedeutung

Man Group PLC stellt fest, dass die klassische 60/40-Portfolioallokation, die sich aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen zusammensetzt, im aktuellen makroökonomischen Umfeld vor Herausforderungen steht. Diese Strategie, die jahrzehntelang darauf baute, dass Anleihen Aktienrückgänge abfedern, wurde durch Perioden getestet, in denen beide Anlageklassen gleichzeitig erhebliche Verluste verzeichneten, insbesondere im Jahr 2022.

Laut Man Groups Analyse kann eine anhaltende Inflation von über etwa 2,5 Prozent zu einer positiven Korrelation zwischen Aktien und Anleihen führen. Dies bedeutet, dass sie sich im Gleichschritt bewegen, was die Diversifizierungsvorteile der 60/40-Strategie untergräbt. Diese positive Korrelation wird seit Anfang 2021 beobachtet und dürfte so lange anhalten, wie die Inflation hoch bleibt und Zentralbanken wie die Federal Reserve restriktive Geldpolitik betreiben.

Die traditionelle "Fed Put"-Dynamik, bei der die Märkte mit geldpolitischen Interventionen der Zentralbank bei wirtschaftlichem Stress rechneten, hat sich abgeschwächt. Das aktuelle Umfeld hoher Inflation und Staatsverschuldung, gepaart mit potenziell höheren Schwellenwerten für Interventionen seitens der Zentralbanken, bedeutet, dass Anleger sich nicht mehr auf Anleihen als beständigen Schutz gegen Aktienmarktrückgänge verlassen können.

Als Reaktion auf diese Herausforderungen verzeichnet Man Group ein Wiederaufleben des Interesses an liquiden Alternativen. Diese Anlagen, die nicht auf private Märkte beschränkt sind, sondern auch öffentlich gehandelt werden können, bieten einen Weg zur Portfoliodiversifizierung, indem sie sich anders als traditionelle Vermögenswerte verhalten, insbesondere in Zeiten von Marktvolatilität. Der Fokus liegt auf dem Zugang zu tatsächlich unterschiedlichen Ertragsströmen anstatt auf der bloßen Erhöhung der Anzahl von Anlageklassen, da viele alternative Anlagen versteckte aktienähnliche Risiken bergen können.

Originalquelle: man.com