Man Group: Portfolios mit niedriger Volatilität zeigen Leistungsstreuung
Eine neue Analyse von Man Group hebt die wachsende Performance-Streuung bei Anlageportfolios mit niedriger Volatilität und die Bedeutung von Implementierungstechniken hervor.

Man Group PLC hat eine Analyse veröffentlicht, die darauf hindeutet, dass Anlageportfolios mit niedriger Volatilität nicht als homogene Kategorie betrachtet werden sollten. Die Forschung legt nahe, dass die spezifischen Implementierungstechniken zu signifikant unterschiedlichen Performance-Ergebnissen führen können. Die Studie richtet sich an institutionelle und professionelle Investoren.
Die Analyse stellt eine jüngste Wiederbelebung des Interesses an Strategien mit niedriger Volatilität fest, angetrieben durch erhöhte Marktvolatilität und einen erneuerten Fokus auf die Risikominderung bei Abwärtsbewegungen. Während diese Strategien nach Ausbruch von Covid-19 eine kurze Phase der Unterperformance erlebten, haben sie seither eine Erholung sowohl in der Performance als auch bei den Anlegerzuflüssen erfahren, was die Bedeutung des Verständnisses ihrer zugrunde liegenden Struktur unterstreicht.
Die Forschung des Unternehmens weist darauf hin, dass die Zahl der Produkte mit niedriger Volatilität nach der globalen Finanzkrise stark angestiegen ist, sich aber die Rate der Neugründungen von Fonds in den letzten Jahren verlangsamt hat. Trotzdem hat sich die Streuung der Renditen unter den Vermögensverwaltern seit 2017 stetig erhöht und erreichte 2022 ihren höchsten Stand seit der Finanzkrise. Diese wachsende Kluft stellt Herausforderungen für die Allokateure dar, die die Fondsperformance bewerten.
Man Group betont, dass die ausschließliche Konzentration auf Renditen ohne Berücksichtigung der Risikomerkmale zu voreingenommenen Schlussfolgerungen bei der Bewertung von Portfolios mit niedriger Volatilität führen kann. Die Analyse verdeutlicht dies, indem sie zwei Manager mit ähnlichen absoluten Renditen, aber sehr unterschiedlichen Marktpreisrisiko-Expositionen (Betas) zeigt. Die risikobereinigte Performance zeigte eine signifikante Outperformance für den Manager mit niedrigerem Beta, was die Auswirkungen der Portfolio-Konstruktion verdeutlicht.
Darüber hinaus legt die Studie nahe, dass die Bewertung von Portfolios mit niedriger Volatilität über kurze Zeiträume hinausgehen und ihr Verhalten über einen vollständigen Wirtschaftszyklus hinweg berücksichtigen muss. Das Verständnis, wie diese Portfolios in verschiedenen Marktumgebungen abschneiden, insbesondere während sowohl risikofreudiger Rallyes als auch risikoscheuer Abschwünge, liefert entscheidende Einblicke in ihre tatsächlichen Fähigkeiten und ihre Risikomanagement-Effektivität.