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Man Group PLC: Erwartete Unterdeckung als Risikomanagement-Werkzeug

Man Group PLC stellt in einer Studie die Verwendung von "Erwarteter Unterdeckung" (Expected Shortfall, CVaR) als Alternative zur traditionellen Varianz für das Risikomanagement vor.

11. Juli 2026
Man Group PLC: Erwartete Unterdeckung als Risikomanagement-Werkzeug

Man Group PLC hat durch seine Investmenteinheit Man Numeric eine Forschungsarbeit veröffentlicht, die die Grenzen des traditionellen Varianzmaßes im Risikomanagement hervorhebt. Die Studie plädiert für die Einführung der "Erwarteten Unterdeckung" (Expected Shortfall, kurz CVaR) als überlegene Methode zur Handhabung extremer Portfolio-Risiken.

Das Papier argumentiert, dass die Varianz, trotz ihrer langjährigen Anwendung in der Modernen Portfoliotheorie, das Abwärtsrisiko nicht adäquat erfassen kann. Man Numeric schlägt vor, dass die Erwartete Unterdeckung, auch bekannt als bedingter Value-at-Risk (CVaR), ein genaueres Maß für potenzielle Verluste während schwerer Marktabschwünge darstellt.

Laut der Untersuchung kann CVaR dabei helfen, Portfolio-Drawdowns zu identifizieren und abzumildern, indem es ein klareres Bild davon liefert, wie Vermögenswerte unter ungünstigen Bedingungen performen. Dies steht im Gegensatz zur Varianz, die Portfolios mit stark unterschiedlichem Abwärtsverhalten als gleich riskant einstufen kann.

Die Studie zeigt auf, wie CVaR zur Konstruktion von marktneutralen Aktienstrategien eingesetzt werden kann. Durch die Kombination von Renditeströmen mit komplementären Eigenschaften in der linken Verteilungshälfte können Anleger potenziell Portfolio-Drawdowns moderieren und die Widerstandsfähigkeit gegen modellspezifische ungünstige Ereignisse erhöhen.

Man Numeric betont, dass die Erwartete Unterdeckung viele der praktischen Vorteile der Varianz beibehält, wie z.B. Rechenbarkeit und Persistenz, während sie gleichzeitig ein präziseres Verständnis für extremes Tail-Risiko bietet.

Originalquelle: man.com