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Man Group: Sieben historische Fälle von Stagflation

Eine Analyse zeigt, dass nur sieben US-Rezessionen seit 1890 Stagflationskriterien erfüllten. Aktuelle Bedingungen erfordern Beobachtung.

10. Juni 2026
Man Group: Sieben historische Fälle von Stagflation

Der Investmentmanager Man Group PLC hat eine Analyse historischer Stagflationsperioden veröffentlicht. Das Unternehmen stellt fest, dass Stagflation, ein seltenes Phänomen, das durch verlangsamtes Wirtschaftswachstum bei steigender Inflation gekennzeichnet ist, Anlass zur Sorge gibt.

Die Forschung von Man Group zeigt, dass von den 27 Rezessionen in den USA seit 1890 nur sieben die in der Studie definierte Stagflationsdefinition erfüllten. Diese Perioden fielen historisch mit Kriegen oder signifikanten Änderungen der Geldpolitik zusammen. Während gegenwärtige Bedingungen, wie kriegsbedingte Inflation und Fragen zur Unabhängigkeit der Zentralbanken, Parallelen aufweisen mögen, stellt das Unternehmen fest, dass die Daten noch kein vollständiges Stagflationsszenario stützen.

Basierend auf früheren Stagflationen haben sich trendfolgende Anlagestrategien als die konsistenteste Absicherung erwiesen. Diese Strategien erwiesen sich in sechs der sieben historischen Episoden als wirksam. Gold hingegen war eine überraschende Enttäuschung und bot keinen durchgängigen Schutz, außer in einem spezifischen Fall im Zusammenhang mit dem Ende des Bretton Woods-Systems.

Aktienmärkte verzeichneten während Stagflationsperioden im Allgemeinen Rückgänge, diese waren jedoch oft geringer als befürchtet und gefolgt von schnellen Erholungen. Die Performance von Anleihen war mit der monetären Glaubwürdigkeit verknüpft; eine starke Unabhängigkeit der Zentralbank korrelierte mit positiven Renditen, während eine geschwächte Unabhängigkeit zu schlechter Performance führte.

Man Group stellt klar, dass es keine allgemein anerkannte Definition von Stagflation gibt. Ihre Arbeitsdefinition beschreibt sie als eine von der NBER definierte Rezession mit einer annualisierten Inflation von 3 % oder mehr. Die Analyse untersucht sieben historische Fälle und deren Auswirkungen auf verschiedene Anlageklassen.

Originalquelle: man.com