Man Group: VIX-Index unterschätzt Marktrisiken
Man Group PLC deutet an, dass die VIX-Furchtbarometer des Marktes zu niedrig ist, was auf Selbstzufriedenheit hindeuten könnte. Investoren scheinen steigende Risiken wie geopolitische Spannungen und Zinserhöhungen zu übersehen.

Die Analyse von Man Group PLC legt nahe, dass das primäre Angstbarometer des Marktes, der VIX-Index, eine Ruhe aufweist, die die zugrunde liegenden Risiken möglicherweise nicht widerspiegelt. Dies erinnert an Perioden vor früheren Finanzkrisen.
Trotz jüngster Marktschwankungen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz und steigenden Ölpreisen aufgrund erneuter militärischer Konflikte im Iran ist der VIX gedämpft geblieben und hat sich größtenteils zwischen 16 und 19 bewegt. Diese niedrige Volatilität veranlasst Man Group, die offensichtliche Selbstzufriedenheit des Marktes zu hinterfragen, da sich die Anleger offenbar auf das Potenzial großer Technologieunternehmen und KI konzentrieren.
Das Unternehmen zieht Parallelen zur Dotcom-Blase der späten 1990er Jahre, in der massive Infrastrukturinvestitionen der erwarteten Nachfrage vorausgingen und zu erheblichen Schuldenausfällen führten. Auch die ruhigen Marktbedingungen im Sommer 2007, die schließlich in einen scharfen Abschwung mündeten, werden als historische Vergleiche angeführt.
Über den VIX hinaus verweist Man Group auf andere Marktkennzahlen wie die reduzierte Aktienkorrelation und die anhaltend niedrigen Unternehmensanleiherenditen als Anzeichen dafür, dass Anleger potenzielle Risiken übersehen könnten. Obwohl keine ausdrückliche Verkaufsempfehlung ausgesprochen wird, hält das Unternehmen es für ratsam, eine Absicherung gegen steigende Volatilität in Betracht zu ziehen, insbesondere angesichts der Marktkonzentration auf einige wenige wichtige Technologiekonzerne und einer scheinbaren Missachtung höherer Basiszinsen und Energiekosten.
Da die traditionelle Sommerflaute zu Ende geht, erwartet Man Group, dass die Anleger nach dem Labor Day eine defensivere Haltung einnehmen könnten, um jüngste Gewinne zu sichern. Dieser Wandel könnte unabhängig von den gesamtwirtschaftlichen Bedingungen erfolgen, da der Markt weiterhin auf KI- und Tech-Gewinne setzt und die Auswirkungen höherer Zinssätze und Energiepreise auf die Unternehmensaktivitäten anscheinend ignoriert.