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Technologie

Mann wegen mutmaßlicher Löschung von Telefondaten an US-Grenze angeklagt

Ein Mann in den USA ist wegen angeblicher Zerstörung von Beweismitteln angeklagt, nachdem er angeblich seine Telefondaten mit einem "Duress-Passwort" an der Grenze gelöscht hat. Der Fall wirft Fragen zu digitalen Sicherheitspraktiken auf.

27. Juli 2026
Mann wegen mutmaßlicher Löschung von Telefondaten an US-Grenze angeklagt
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Das US-Justizministerium erhebt Anklage gegen Samuel Tunick aus Atlanta wegen angeblicher rechtswidriger Vernichtung von Beweismitteln. Den Strafverfolgern zufolge gab Tunick Grenzbeamten einen Passcode, der die Daten seines Telefons während einer Durchsuchung löschte.

Tunick hat auf nicht schuldig plädiert und strebt die Abweisung der Klage an, da er die ursprüngliche Durchsuchung und Beschlagnahme für rechtswidrig hält. Dies ist Berichten zufolge der erste Fall in den USA, bei dem die angebliche Verwendung eines "Duress-Passworts" untersucht wird, einer Funktion, die ein Gerät löscht, wenn es mit einem "Köder"-Code anstelle des eigentlichen entschlüsselt wird.

Der Vorfall ereignete sich am 24. Januar 2025, als Tunick über den Flughafen von Atlanta in die USA zurückkehrte. Beamte des Zolls und der Grenzschutz wählten ihn für eine sekundäre Inspektion aus. Tunicks Anwälte behaupten, dass ihm die Konsultation eines Rechtsbeistands verweigert und er nicht über seine Rechte informiert wurde.

Tunicks Telefon lief mit GrapheneOS, einer auf Datenschutz ausgerichteten Android-Alternative. Die "Duress"-Funktion ist für Situationen gedacht, in denen Benutzer gezwungen werden, ihre Geräte zu entsperren. Sicherheitsexperten haben jedoch darauf hingewiesen, dass einige Gerichtsbarkeiten das Auslösen einer Datenlöschung als Beweisvernichtung interpretieren könnten.

Digitale Sicherheitsspezialisten warnen, dass diese Strafverfolgung Reisende, insbesondere Aktivisten und Journalisten, davon abhalten könnte, sichere Gerätefunktionen bei der Einreise in die USA zu nutzen. Der Fall unterstreicht auch den bestehenden Rat, dass es sicherer sein kann, sensible Daten nicht über bestimmte Grenzen hinweg zu transportieren.

Originalquelle: medianama.com