Mann wegen Betrugs mit KI-generierten Inhalten verurteilt – 18.000 Euro ergaunert
Ein Mann in Shanghai wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er KI-Software zur Erstellung und Veröffentlichung "fast origineller" Inhalte nutzte, um Online-Plattformen um Subventionen zu betrügen. Er erlangte damit über 18.000 Euro unrechtmäßig.

Die Behörden in Shanghai haben einen Fall abgeschlossen, bei dem ein Mann beschuldigt wird, Online-Plattformen durch KI-generierte Inhalte betrogen zu haben. Der Angeklagte, Zhang, nutzte KI-Software, um massenhaft Artikel zu produzieren, die fälschlicherweise als originell ausgegeben wurden, um sich damit illegale Subventionen zu sichern.
Die Ermittlungen begannen, nachdem die Polizei eine Anomalie bemerkte: Eine Flut von Artikeln mit ähnlichen, aufmerksamkeitsheischenden Titeln, aber unlogischen und sinnlosen Inhalten, erschien am selben Tag auf mehreren Plattformen. Es stellte sich heraus, dass einige der Verfasser behaupteten, sie würden lediglich eine "Ein-Klick-Veröffentlichung" als Teil eines Online-Nebenjobs durchführen.
Zhang rekrutierte über tausend Personen, die ihre Plattformkonten für das Schema zur Verfügung stellten. Diese Rekruten erhielten vorgefertigte Artikelentwürfe, die sie als originell veröffentlichen sollten. Sie erhielten zwar geringe tägliche Zahlungen, doch Zhang behielt den Großteil der Plattformsubventionen, insgesamt über 18.000 Euro, die er über einen Zeitraum von zwei Monaten durch diese KI-basierte Inhaltsmanipulation erwarb.
Zhang wurde wegen Betrugs verurteilt und erhielt eine Haftstrafe von sechs Monaten, ausgesetzt zur Bewährung für ein Jahr, sowie eine Geldstrafe. Die verwendete KI-Software wurde abgeschaltet und die über tausend zugehörigen Konten wurden gesperrt. Die Staatsanwaltschaft warnte davor, dass die massenhafte Erstellung von umgeschriebenem Inhalt die Verbreitung von Fehlinformationen, betrügerischer Werbung und anderen illegalen Online-Aktivitäten begünstigen könnte.