Mann zu einem Jahr Haft wegen Betrugs mit KI-generierten Fäulnisbildern verurteilt
Ein Mann wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, weil er E-Commerce-Plattformen betrogen hat, indem er KI nutzte, um gefälschte Bilder von verrotteten Früchten für Rückerstattungen zu erstellen. Seine Handlungen führten dazu, dass ein ganzer Landkreis als Hochrisikogebiet eingestuft wurde.

Das Volksgericht des Kreises Hengshan in Hunan hat kürzlich einen Fall abgeschlossen, in dem ein Mann mithilfe von KI-Software gefälschte Bilder von verdorbenen Früchten erstellte, um E-Commerce-Plattformen zu betrügen. Der Mann, Tan, bestellte zwischen Oktober 2025 und Januar 2026 wiederholt hochwertige Früchte wie Durian und Kirschen. Nach Erhalt der Ware nutzte er KI-Bildbearbeitungssoftware, um Bilder zu erstellen, die die Früchte als verdorben darstellten, und verlangte dann eine "Nur-Rückerstattung" aufgrund von Qualitätsproblemen, ohne die Ware zurückzusenden.
Aufgrund von Tans Handlungen stuften mehrere E-Commerce-Plattformen den Kreis Hengshan als Hochrisikogebiet ein. Dies führte zu Einschränkungen für die Einwohner des Kreises, was den Kauf von Artikeln wie Durian und Kirschen erschwerte. Im Januar 2026 meldete eine betroffene E-Commerce-Plattform die betrügerischen Aktivitäten dem öffentlichen Sicherheitsbüro des Kreises Hengshan. Durch Big-Data-Monitoring und die Verfolgung von IP-Adressen identifizierte die Polizei Tan als Verdächtigen und nahm ihn fest. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden 75 für die Betrügereien genutzte Mobiltelefone sowie Beweise für KI-generierte Bilder und Finanzunterlagen entdeckt.
Tan gab die Produkte nach Erhalt der Rückerstattungen nicht zurück. Stattdessen verkaufte er die einwandfreien Früchte zu reduzierten Preisen über Plattformen wie Xianyu, soziale Medien und Offline-Kanäle weiter. Über einen Zeitraum von vier Monaten tätigte er über 100 Bestellungen und erwarb illegal Früchte im Wert von mehr als 16.000 Yuan. Gerichtsunterlagen ergaben, dass Tan bereits 2024 wegen Betrugs verurteilt worden war, was seine aktuelle Straftat zu einem Wiederholungsfall macht und eine härtere Strafe rechtfertigt.
Das Volksgericht des Kreises Hengshan verurteilte Tan wegen Betrugs zu einem Jahr Gefängnis und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan. Der Richter merkte an, dass Wiederholungstäter, insbesondere bei derselben Art von Straftat innerhalb kurzer Zeit, aufgrund des wahrgenommenen höheren Rückfallrisikos in der Regel nicht für Bewährungsstrafen in Frage kommen. Der Fall verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen E-Commerce-Plattformen bei betrügerischen „Nur-Rückerstattungs“-Systemen konfrontiert sind, und die rechtlichen Konsequenzen solcher Handlungen.