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Führungskräfte reagieren auf unengagierte Mitarbeiter mit Verständnis, nicht mit Kontrolle

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine kontrollierende Reaktion auf unengagierte Mitarbeiter ineffektiv sein kann. Stattdessen können mitfühlende Neugier und gemeinsame Problemlösung das Engagement wiederherstellen.

14. Oktober 2026
Führungskräfte reagieren auf unengagierte Mitarbeiter mit Verständnis, nicht mit Kontrolle

Wenn Teammitglieder das Engagement verlieren, neigen Führungskräfte oft dazu, die Kontrolle zu verschärfen. Eine Analyse von Fast Company legt jedoch nahe, dass dieser Ansatz kontraproduktiv sein und zu bloßer Konformität statt echtem Engagement führen kann.

Laut Gallup resultieren 70 Prozent der Unterschiede im Teamengagement direkt vom Manager. Wenn Mitarbeiter Anzeichen von mangelndem Engagement zeigen, wie z. B. nachlassende Beteiligung oder negative Haltung, mag die unmittelbare Reaktion einer Führungskraft darin bestehen, mehr Autorität auszuüben. Diese Reaktion, die oft auf der „Threat Rigidity Theory“ basiert, kann das Verhalten unterdrücken, aber selten die zugrunde liegende Ursache beheben.

Der Artikel beschreibt einen Fall, in dem eine Leiterin für Einzelhandelsoperationen, Sam, mit einem Teammitglied konfrontiert wurde, dessen Verhalten sich während einer Phase erheblicher Unternehmenstransformation negativ und distanziert entwickelte. Obwohl der Mitarbeiter seine Ziele erreichte, wurde er passiv und kritisch. Sam erwog disziplinarische Maßnahmen, einschließlich eines formellen Leistungsplans.

Anstatt sich ausschließlich auf das Verhalten zu konzentrieren, fordert die Analyse die Führungskräfte auf, die zugrunde liegenden Ursachen zu verstehen. Mangelndes Engagement kann aus Unsicherheit, Vertrauensverlust, dem Gefühl, nicht gehört zu werden, oder Uneinigkeit über die Unternehmensrichtung resultieren. Die Bewältigung dieser zugrunde liegenden Faktoren ist entscheidend für nachhaltige Lösungen.

Führungskräfte werden ermutigt, „mitfühlende Neugier“ zu praktizieren, um die Erfahrungen und Bedenken des Mitarbeiters zu verstehen. Wenn Mitarbeiter in die Lösungsfindung einbezogen und ihnen Verantwortung übertragen wird, ist es wahrscheinlicher, dass ihr Engagement zunimmt. Dieser kollaborative Ansatz schafft Vertrauen und kann die Arbeitsbeziehung besser erhalten, auch wenn Leistungsprobleme letztendlich angegangen werden müssen.

Originalquelle: fastcompany.com