Manager tun sich schwer mit Coaching – 4 Tipps zur Verbesserung
Studien zeigen, dass Manager oft bei der Mitarbeiterführung Defizite aufweisen. Ein neuer Ansatz betrachtet Coaching als alltägliche Aktivität zur Leistungssteigerung.

Zahlreiche Studien und interne Unternehmensbewertungen deuten darauf hin, dass Manager häufig Schwierigkeiten haben, ihre Mitarbeiter effektiv zu coachen. Sowohl Führungskräfte als auch ihre direkten Untergebenen identifizieren Coaching-bezogene Verhaltensweisen regelmäßig als Bereiche mit dem größten Entwicklungsbedarf.
Diese Herausforderungen werden teilweise auf die traditionelle Auffassung von Coaching als formelle, zeitaufwendige und druckintensive Aufgabe zurückgeführt, die oft auf Jahresgespräche oder strukturierte Problemlösungs-Sitzungen beschränkt ist.
Eine überarbeitete Perspektive schlägt jedoch vor, die Definition von Coaching zu erweitern, um alltägliche Interaktionen am Arbeitsplatz einzubeziehen. Dieses Konzept des "Coaching im Moment" beinhaltet die Integration von Echtzeit-Feedback in den Arbeitsalltag, sei es durch das Feiern kleiner Erfolge oder die zeitnahe Bewältigung kleinerer Rückschläge zwischen Besprechungen.
Diese kurze, zeitnahe Interaktion erreicht Mitarbeiter, wenn sie am empfänglichsten für Lernen sind. Manager werden ermutigt, diese Coaching-Möglichkeiten zu erkennen – wie z.B. wenn Hindernisse auftreten oder Hilfe angefordert wird – und darauf zu reagieren. Das Anerkennen von Erfolgen ist ebenso entscheidend zur Verstärkung positiver Verhaltensweisen.
Manager müssen nicht alle Antworten haben, besonders in einem sich schnell entwickelnden Arbeitsumfeld. Offene Fragen wie „Was lernen Sie daraus?“ oder „Welche Vorschläge haben Sie?“ befähigen Mitarbeiter, Probleme selbstständig zu lösen. Darüber hinaus kann ein Verhältnis von mindestens sechs positiven Kommentaren zu jeder Kritik das Coaching zugänglicher machen und dessen Übernahme als regelmäßige Praxis erleichtern.