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Mutterschafts-Belästigung in Japan und USA weit verbreitet

Japan hat den Begriff „Matahara“ für Mutterschafts-Belästigung, der Druck auf Arbeitnehmerinnen beschreibt. Das Phänomen beeinflusst auch den US-Arbeitsmarkt erheblich, wo Mütter die Arbeitswelt verlassen.

21. Juli 2026
Mutterschafts-Belästigung in Japan und USA weit verbreitet

In Japan gibt es den Begriff „Matahara“ (Maternity Harassment), der die Belästigung von Arbeitnehmerinnen am Arbeitsplatz beschreibt. Dieses Phänomen umfasst Druck, die Schwangerschaft zu beenden, Degradierungen nach der Rückkehr aus dem Mutterschutz oder die Umverteilung von Aufgaben. Die Problematik wurde landesweit bekannt, als Shoko Kawata die erste Bürgermeisterin in der japanischen Geschichte wurde, die ihr Amt während einer Mutterschaftsurlaub ohne Rücktritt ausübte.

Japan durchlebt eine demografische Krise mit sinkenden Geburtenraten, die in Tokio historische Tiefststände unter einem Kind pro Frau erreicht haben. Trotzdem sinkt die Erwerbsbeteiligung von Frauen nach der Heirat oder der Geburt des ersten Kindes erheblich, was einen Widerspruch darstellt: Das Land benötigt eine wachsende Bevölkerung, bestraft aber Frauen für die Gründung einer Familie.

Die Vereinigten Staaten erleben ähnliche Trends. Die allgemeine Fruchtbarkeitsrate in den USA hat einen historischen Tiefpunkt erreicht, und in der ersten Hälfte des Jahres 2025 verließen über 400.000 Mütter den Arbeitsmarkt, was den stärksten Rückgang seit über vier Jahrzehnten für Mütter kleiner Kinder darstellt.

Zu den beitragenden Faktoren in den USA gehören die Knappheit und die hohen Kosten der Kinderbetreuung, eine abnehmende Flexibilität am Arbeitsplatz mit Rückkehr zu Büropflichten und Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Eine KPMG-Analyse zeigte den stärksten Rückgang der Beteiligung bei hochqualifizierten Müttern sehr kleiner Kinder.

Wirtschaftlich gesehen erleiden Mütter in den USA eine erhebliche langfristige Einkommensschmälerung; sie verlieren nach dem ersten Kind etwa 30 % ihres Einkommens, während Väter kaum finanzielle Auswirkungen erfahren. Diese Strafe kumuliert sich über die Karriere und trägt zu niedrigeren Ersparnissen und einer größeren geschlechtsspezifischen Lohnlücke bei.

Originalquelle: fastcompany.com