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Einzelhandel

Media Markt Saturn plant Stellenabbau in Deutschland

Der Elektronikhändler Media Markt Saturn plant trotz gestiegener Umsätze den Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kritisiert die Maßnahmen und die Vorgehensweise des Unternehmens.

9. Oktober 2026
Media Markt Saturn plant Stellenabbau in Deutschland

Der Elektronikhändler Media Markt Saturn plant, trotz einer Umsatzsteigerung in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres, Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Das Unternehmen betont, dass die geplanten Stellenstreichungen keinen Zusammenhang mit der angestrebten Übernahme durch den chinesischen Online-Riesen JD.com haben.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sieht dies anders und äußert die Vermutung, dass bei Investorenwechseln häufig zuerst beim Personal gespart wird. Laut Verdi plant Media Markt-Saturn, "je nach Marktgröße" Stellen abzubauen und strebt dabei eine Reduzierung von Führungs- und Koordinierungsebenen sowie eine Umverteilung von Aufgaben auf weniger Schultern an.

Verdi kritisiert zudem die Vorgehensweise des Unternehmens. Laut Gewerkschaftsinformationen wurden betroffene Mitarbeiter "kurzfristig und ohne Vorankündigung" zu Gesprächen über Aufhebungsverträge eingeladen. Die Gewerkschaft warnt davor, solche Verträge vorschnell zu unterschreiben, da ein schnelles Eingehen angeblich mit finanziellen Nachteilen für diejenigen verbunden ist, die zögern.

Ceconomy, die Muttergesellschaft von Media Markt und Saturn, versichert, dass durch die Transaktion mit JD.com keine Arbeitsplätze abgebaut werden. Das Unternehmen prüft jedoch regelmäßig, wo Investitionen getätigt und Kosten gesenkt werden können. Ceconomy plant zudem, die Kundennähe durch verstärkte Kapazitäten in Beratung, Verkauf und Service zu erhöhen, was mit klareren Verantwortlichkeiten und einfacheren Strukturen einhergehen soll.

Das Angebot von JD.com läuft im November aus. Sollten die erforderlichen behördlichen Genehmigungen der EU-Kommission bis dahin nicht vorliegen, wird der Deal hinfällig. Die Kommission prüft seit über einem Jahr, ob der geplante Kauf von Ceconomy-Aktien durch JD.com mit staatlichen Mitteln finanziert wird, was als unzulässige Subvention gewertet werden könnte.

Originalquelle: nd-aktuell.de