Medien berichten über Inhalte der Apothekenreform
Der Bundesrat hat eine neue Apothekenreform verabschiedet. Zahlreiche Medien berichten über die Neuerungen, die erweiterte Dienstleistungen für Patienten durch Apotheken umfassen.

Das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz ist am vergangenen Freitag vom Bundesrat verabschiedet worden. Verschiedene Medien haben ausführlich über die Inhalte der Reform berichtet, wobei der Fokus insbesondere auf den Vorteilen für Patientinnen und Patienten liegt.
Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, dürfen Apothekerinnen und Apotheker künftig mehr Impfungen anbieten, bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente auch ohne Rezept abgeben und nach entsprechender Schulung Blut abnehmen. Die dpa informiert, dass die Apotheken unter anderem neue Leistungen zur Vorbeugung und Früherkennung anbieten können, beispielsweise für Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und im Bereich Raucherentwöhnung.
Der KNA-Mediendienst fügt hinzu, dass die Reform vorsieht, dass Apotheker betimmte verschreibungspflichtige Medikamente in dringenden Fällen ohne Rezept ausgeben dürfen, etwa bei Dauermedikation oder akuten unkomplizierten Erkrankungen. Tagesschau.de titelte "Bundesrat billigt Apothekenreform", was die formale Zustimmung des Gremiums unterstreicht.
ABDA-Präsident Thomas Preis mahnte in einem Bericht von T-Online, dass bei erweiterten pharmazeutischen Dienstleistungen, mehr Impfungen und Gesundheitstests auch die wirtschaftliche Basis der Apotheken gesichert sein müsse. Er kritisierte zudem neue finanzielle Belastungen durch die parallele Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Lokale Stimmen, wie die eines sächsischen Apothekers in der Freien Presse, begrüßen die Reform als Chance, zusätzliche Leistungen anzubieten und Patienten besser zu erreichen.
Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD) äußerte sich gegenüber aerzteblatt.de, dass in den Apotheken mehr Potenzial stecke, als derzeit genutzt werde. Die Kompetenzerweiterungen würden zu einer effizienteren Ressourcennutzung beitragen.