Medianpreis statt Durchschnittspreis für Immobilienberichte bevorzugt
Der Berufsverband der Immobilienmakler Québecs (QPAREB) erläutert, warum er den Medianpreis und nicht den Durchschnittspreis zur Berichterstattung über Immobilientrends verwendet.

Der Berufsverband der Immobilienmakler Québecs (QPAREB) hat seine Methodik verdeutlicht und erklärt, warum er bei der Berichterstattung über Markttrends den Medianpreis von Immobilien dem Durchschnittspreis vorzieht.
Der Medianpreis gibt den Mittelpunkt aller Immobilientransaktionen an, wobei 50 % der Verkäufe unter diesem Preis und 50 % darüber liegen. Ein Medianpreis von 250.000 US-Dollar bedeutet beispielsweise, dass die Hälfte der verkauften Immobilien darunter und die andere Hälfte darüber lag.
Der Hauptvorteil des Medians ist seine Unempfindlichkeit gegenüber Ausreißern. Durchschnittspreise hingegen können durch einige wenige, außergewöhnlich hohe oder niedrige Verkäufe erheblich verzerrt werden. Wenn sich eine Immobilie in einer Gegend mit typischen Preisen zwischen 250.000 und 300.000 US-Dollar für 2.000.000 US-Dollar verkauft, kann diese einzelne Transaktion den Durchschnitt aufblähen und die allgemeine Preisbewegung falsch darstellen.
Dies bedeutet, dass der Median ein genaueres Bild vom typischen Preisniveau des Marktes und seinen Veränderungen im Laufe der Zeit liefert. QPAREB stellte außerdem fest, dass die Zuverlässigkeit jedes Preisindikators, ob Median oder Durchschnitt, vom Datenvolumen abhängt. Mindestens 30 Transaktionen sind erforderlich, um sicherzustellen, dass der gemeldete Preis ein gültiges Maß für den Marktwert darstellt.