Studie: Fast die Hälfte aller Demenzfälle durch Lebensstil präventionsfähig
Medizinische Experten schätzen, dass bis zu 45 Prozent der Demenzerkrankungen durch gezielte Anpassungen der täglichen Gewohnheiten vermieden werden könnten.

JoAnn Manson, Professorin an der Harvard Medical School, gibt an, dass fast 45 Prozent der Demenzfälle durch Verhaltensänderungen präventionsfähig sind. Laut Manson ist es in jeder Lebensphase sinnvoll, die Risikofaktoren für einen kognitiven Abbau aktiv zu beeinflussen.
Die Empfehlungen konzentrieren sich auf eine Kombination aus ausreichendem Schlaf, regelmäßiger körperlicher Aktivität und der Förderung der kardiovaskulären Gesundheit. Experten betonen, dass keine radikalen Umstellungen erforderlich sind, sondern vielmehr die Beständigkeit im Alltag den entscheidenden Unterschied macht.
Alberto R. Ramos, Professor für klinische Neurologie an der University of Miami, weist auf die Bedeutung von Schlaf für die Gedächtniskonsolidierung und die Entgiftung des Gehirns hin. Er empfiehlt eine feste Routine mit sieben bis neun Stunden Schlaf sowie eine reduzierte Bildschirmnutzung vor dem Zubettgehen.
Die wissenschaftliche Einschätzung unterstreicht die Rolle eines bewussten Lebensstils bei der langfristigen Vorbeugung von Demenzerkrankungen.