Medicare CJR-X-Mandat verlagert 392 Millionen US-Dollar an Krankenhauskosten bis 2028
Ab 2028 macht das neue Medicare-Modell CJR-X über 2.000 Krankenhäuser finanziell für die Nachsorgekosten nach Gelenkersatz-OPs haftbar.

Ab dem 1. Januar 2028 führt die US-Gesundheitsbehörde CMS das CJR-X-Modell ein, das 2.217 Krankenhäuser in die finanzielle Verantwortung für die Gesamtkosten von Hüft-, Knie- und Sprunggelenksersatzoperationen nimmt – und zwar für den Zeitraum von 90 Tagen nach der Entlassung. CMS rechnet mit einer Netto-Kostenverlagerung von 392 Millionen US-Dollar von den Kliniken hin zu Medicare über einen Zeitraum von fünf Jahren.
Erfahrungen mit dem Vorgängermodell zeigen, dass die Mehrheit der Krankenhäuser Schwierigkeiten hatte, die festgelegten Zielvorgaben zu erreichen. Da sich zudem viele Patienten mit unkomplizierten Verläufen für ambulante OP-Zentren entscheiden, verbleiben bei den Krankenhäusern vermehrt komplexere und damit kostspieligere Fälle.
Technologieanbieter wie ROMTech sehen darin ein Einsatzgebiet für KI-gestützte Überwachungssysteme. Laut CEO Peter Arn ermöglichen datenintensive Rehabilitationslösungen eine präzise Prognose des Heilungsverlaufs, wodurch Rehospitalisierungen reduziert und die Kosten pro Behandlungsfall gesenkt werden sollen.
Um die drohenden finanziellen Belastungen durch das CJR-X-Modell abzufedern, setzen Kliniken verstärkt auf digitale Nachsorgekonzepte. Ziel ist es, die Qualitätsvorgaben zu erfüllen und die finanzielle Stabilität durch eine effizientere Patientenbetreuung außerhalb der Klinikmauern zu sichern.