Studie warnt vor Auswirkungen der Medicare-Ausschreibungen auf die Stomaversorgung
Eine Untersuchung der United Ostomy Associations of America zeigt, dass die geplante Neuordnung der Medicare-Beschaffung die Versorgungssicherheit für Stomapatienten gefährden könnte.

Die United Ostomy Associations of America (UOAA) hat gemeinsam mit der Duke University eine Studie veröffentlicht, die die Auswirkungen der geplanten Medicare-Ausschreibungen für 2028 untersucht. Die Befragung von über 2 500 Patienten unterstreicht, dass der aktuelle Gesundheitszustand vieler Betroffener eng mit der zuverlässigen Versorgung durch spezifische Stomaprodukte verknüpft ist.
Die geplante Umstellung sieht vor, die Zahl der zugelassenen Lieferanten von derzeit rund 800 auf sechs Unternehmen zu reduzieren. Der UOAA-Vorsitzende Justus Anderson warnt davor, Stomaprodukte wie Massenware zu behandeln. Laut der Umfrage konnten 93,7 Prozent der Patienten, die alternative Produkte testeten, keine vergleichbare Funktionalität feststellen.
Die Ergebnisse verdeutlichen das Risiko von Lieferengpässen, die in der Vergangenheit bereits zu Hautproblemen, erhöhten Versorgungskosten und vermehrten Klinikaufenthalten geführt haben. Vor diesem Hintergrund unterstützt die UOAA das Gesetzesvorhaben „Access to Medical Supplies Act“, das eine fünfjährige Ausnahme von der wettbewerblichen Ausschreibung für Stomabedarf vorsieht.