Meesho: Strafanzeige nach mutmaßlichem Verkauf giftiger Substanz im Zusammenhang mit Minderjährigen-Tod
Die indische E-Commerce-Plattform Meesho wird untersucht, nachdem ein Minderjähriger angeblich an der Einnahme der giftigen Substanz 'Sulfas' gestorben ist, die über die Plattform verkauft worden sein soll.

Die Polizei von Gurugram hat eine Strafanzeige gegen die E-Commerce-Plattform Meesho und einen ihrer Verkäufer eingereicht. Dies geschah, nachdem behauptet wurde, dass die hochgiftige Substanz 'Sulfas', die angeblich über Meesho verkauft wurde, zum Tod eines Minderjährigen geführt hat.
Die Anzeige wurde auf Beschwerde von Anuradha Mehra, der Mutter des Verstorbenen, erstattet. Ihr 17-jähriger Sohn starb Berichten zufolge am 28. April nach Einnahme der giftigen Substanz. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass der Minderjährige 'Sulfas' angeblich am 11. April über die Meesho-App bestellt hatte.
Laut Polizei identifizierte die Rechnung Pankaj Bharatbhai Parmar, Betreiber des in Surat ansässigen Evergreen Agro and Gardening Mall, als Verkäufer. Die Mutter entdeckte die Bestellung auf dem Handy ihres Sohnes nach dessen Tod.
Die Strafanzeige wurde auf Anordnung eines Gerichts am 19. August bei der Polizeistation Badshahpur eingereicht. Die Abschnitte beziehen sich auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Verhalten im Umgang mit giftigen Substanzen. Die Polizei untersucht den Online-Verkaufsprozess und die Rolle des Verkäufers, und Meesho-Vertreter werden voraussichtlich befragt.
Meesho stand bereits zuvor unter Beobachtung. Im Jahr 2022 reichte die Maharashtra FDA eine Strafanzeige gegen die Plattform wegen angeblichen Verkaufs von MTP-Kits ohne Rezept ein. Im Jahr 2021 wurde eine Strafanzeige gegen die Gründer wegen des Vorwurfs des Verkaufs gefälschter Waren auf der Plattform eingereicht.