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Technologie

Meesho verzichtet auf Plattformgebühren trotz Gewinnmargendruck

Der indische E-Commerce-Anbieter Meesho lehnt zusätzliche Gebühren ab und setzt stattdessen auf KI-gestützte Effizienz und den Ausbau von Kreditdienstleistungen.

29. Oktober 2026

Der indische Online-Händler Meesho plant keine Einführung von Plattform- oder Bearbeitungsgebühren für Endkunden. CEO Vidit Aatrey begründete diese Entscheidung damit, dass kurzfristige Zusatzeinnahmen das Kundenvertrauen gefährden könnten, welches für den langfristigen Erfolg entscheidend sei. Trotz eines aktuellen Verlusts von 2,4 Rupien pro Bestellung hält das Unternehmen an seiner Gebührenfreiheit fest, während Wettbewerber verstärkt auf Servicegebühren setzen.

Um die Margen zu verbessern, setzt Meesho massiv auf künstliche Intelligenz. Durch den Einsatz von Sprachmodellen zur Adressoptimierung konnten die Lieferzeiten um 15 Prozent gesenkt werden. Die technologische Umstellung hat jedoch zu deutlich gestiegenen Serverkosten geführt, da der Bedarf an Grafikprozessoren (GPUs) drastisch zunahm. Das Unternehmen beabsichtigt, durch den Wechsel zu effizienteren Open-Weight-Modellen die Kostenbelastung mittelfristig zu senken.

Parallel zum Kerngeschäft baut Meesho seine Finanzdienstleistungen aus. Das Unternehmen hat Investitionen in Höhe von 400 Millionen Rupien für die Kreditvergabe an Händler und Käufer freigegeben. Bei der Automatisierung der eigenen Logistik-Hubs innerhalb des Valmo-Netzwerks verfolgt Meesho zudem den Ansatz, die Investitionskosten weitgehend auf die angeschlossenen Unternehmer zu übertragen.

Originalquelle: medianama.com