Mercedes-AMG koppelt künstliche Motorengeräusche an Modellhierarchie
Künftige Elektro-Performance-Modelle von Mercedes-AMG erhalten künstliche Motorsounds, die je nach Fahrzeugklasse variieren.
Mercedes-AMG führt für seine kommenden Elektro-Modelle der GT-Reihe ein neues Sound-System ein, das als AMGForce Sport+ bezeichnet wird. Der Hersteller verfolgt dabei eine strikte Differenzierung: Die verfügbaren Klangprofile sind direkt an die Leistungsdaten und das Modellsegment des Fahrzeugs gebunden.
Das Einstiegsmodell GT 53 soll den Sound eines Reihensechszylinders imitieren, während die leistungsstärkeren Varianten GT 55 und GT 63 den Klang eines V8-Motors erhalten. Mercedes-AMG rechtfertigt diese Entscheidung damit, dass man die traditionelle Identität der Modellreihen bewahren wolle, da die Ziffernbezeichnungen bei der Marke historisch eng mit der Motorenkonfiguration verknüpft seien.
In Branchenmedien wird das Vorgehen kritisiert. Da es sich bei den simulierten Sounds um rein digitale Dateien und Software-Algorithmen handelt, wird das Fehlen einer hardwareseitigen Notwendigkeit für diese Begrenzung angeführt. Die Diskussion verdeutlicht die Herausforderung, das klassische Markenimage in die Ära der Elektromobilität zu überführen.