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Mercedes ML 350 (Euro 6) erhält Diesel-Softwareupdate

Mercedes ML 350 BlueTEC 4MATIC-Modelle (Euro 6b) sind von einem verpflichtenden Softwareupdate im Dieselskandal betroffen. Die Nichtteilnahme kann zur behördlichen Stilllegung führen.

13. Juni 2026
Mercedes ML 350 (Euro 6) erhält Diesel-Softwareupdate
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Nun sind auch Mercedes ML 350 BlueTEC 4MATIC-Fahrzeuge, die zwischen 2012 und 2016 produziert wurden und die Abgasnorm Euro 6b erfüllen, von einem verpflichtenden Softwareupdate betroffen.

In Deutschland sind rund 24.000 Fahrzeuge betroffen, weltweit fast 65.000. Daimler bestätigt die Pflicht und droht bei Nichtteilnahme mit der behördlichen Stilllegung der Fahrzeuge.

Daimler gibt an, dass sich der AdBlue-Verbrauch nach dem Update erhöhen kann, andere Parameter wie der Spritverbrauch jedoch nicht beeinflusst werden sollen. Zahlreiche Fahrer berichten jedoch von gestiegenem Sprit- und AdBlue-Verbrauch sowie weiteren negativen Auswirkungen.

Die Wirksamkeit des Updates zur Reduzierung der Stickoxid-Emissionen ist umstritten. Tests, über die das Politmagazin Frontal 21 berichtete, zeigten keine erwartete Emissionssenkung. Daimler und das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) behaupten hingegen eine durchschnittliche Reduktion von 25 bis 30 Prozent.

Die Kanzlei HAHN Rechtsanwälte, die über 5.000 Betroffene im Abgasskandal vertritt, weist darauf hin, dass Verbraucher, die von Daimler über die Update-Pflicht informiert werden, Anspruch auf Schadensersatz haben können. Die Kanzlei hat bereits zahlreiche Klagen gewonnen, die zur Rückerstattung des Kaufpreises führten.

Originalquelle: hahn-rechtsanwaelte.de