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Technologie

Meta vereinbart Milliardenvergleich zu Kinder- und Jugendschutz in den USA

Meta zahlt rund 18 Milliarden Dollar und passt Funktionen für Minderjährige auf Facebook und Instagram in den USA an. Die Einigung betrifft unter anderem Zeitlimits und strengere Kontrollen, gilt aber nicht weltweit.

29. August 2026
Meta vereinbart Milliardenvergleich zu Kinder- und Jugendschutz in den USA

Meta hat einer Zahlung von rund 18 Milliarden US-Dollar zugestimmt, um Klagen von 52 Generalstaatsanwälten von US-Bundesstaaten beizulegen. Diesen zufolge sollen Facebook und Instagram Kindern und Jugendlichen geschadet haben. Das Unternehmen hat im Rahmen der Einigung kein Fehlverhalten eingeräumt.

Der bedeutendere Teil der Vereinbarung betrifft Metas Verpflichtung, die Funktionsweise von Facebook und Instagram für Nutzer unter 18 Jahren in teilnehmenden US-Gerichtsbarkeiten zu ändern. Dazu gehören eine standardmäßige tägliche Nutzungsbeschränkung von zwei Stunden, Einschränkungen zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens, stummgeschaltete Benachrichtigungen während der Schulzeit sowie verbesserte elterliche Kontrollmöglichkeiten und altersverifizierungs-Systeme. Den Nutzern wird auch die Option eines nicht-algorithmischen Feeds angeboten. Während direkte Nachrichten ausgenommen sind, erfordert die Deaktivierung der Zeitbegrenzung die Zustimmung der Eltern.

Darüber hinaus wird Meta bestimmte kosmetische Filter einschränken und die Anzeige von "Gefällt mir"-Angaben standardmäßig ausblenden. Die meisten dieser Maßnahmen sind für einen Zeitraum von 10 Jahren vorgesehen, einige, wie die tägliche Zeitbegrenzung und der Nachtmodus, zunächst für fünf Jahre. Diese Schutzmaßnahmen könnten auf 10 Jahre verlängert werden, wenn Wettbewerber wie TikTok und YouTube ähnliche Sicherheitsvorkehrungen einführen.

Die Einigung gilt nur für teilnehmende US-Bundesstaaten und -Territorien. Meta hat sich nicht verpflichtet, diese Änderungen weltweit umzusetzen. In Indien, wo Regulierungsbehörden Meta bereits wegen Themen wie kinderpornografischem Material und Deepfakes untersuchen, bietet die Einigung einen Anknüpfungspunkt, um das Produktdesign statt nur die Inhaltsmoderation zu überprüfen. Experten argumentieren, dass es keinen Grund gibt, indischen Kindern einen geringeren Schutzstandard zu bieten.

"Es gibt keinen überzeugenden Grund, warum eine Sicherheitsfunktion, die für einen 15-Jährigen in Kalifornien als notwendig erachtet wird, für einen 15-Jährigen in Delhi nicht verfügbar sein sollte", erklärte Mishi Choudhary vom Software Freedom Law Center. Während einige, wie Mohammad Faisal Kawoosa von Techarc, vorschlagen, dass Indien maßgeschneiderte Schutzmaßnahmen entwickeln sollte, besteht bei vielen die Meinung, dass Kinder auf verschiedenen Märkten vergleichbare Schutzmaßnahmen erhalten sollten, und die Debatte sich auf das Design von Social-Media-Produkten verlagern sollte.

Originalquelle: inc42.com