Metaanalyse: Roboterassistierte Chirurgie mit geringeren Risiken und kürzeren Krankenhausaufenthalten
Eine neue Metaanalyse von 2010-2020 zeigt, dass roboterassistierte Eingriffe mit dem da Vinci-System im Vergleich zu traditioneller laparoskopischer und offener Chirurgie seltener Komplikationen und kürzere Krankenhausaufenthalte aufweisen.

Eine umfassende Metaanalyse, die den Zeitraum von 2010 bis 2020 abdeckt, hat die sich entwickelnde klinische Evidenz für roboterassistierte chirurgische Eingriffe beleuchtet. Die Analyse, die auf Peer-Review-Literatur basiert und Daten von 963.125 Patienten umfasst, die laparoskopische oder VATS-Eingriffe (videoassistierte Thoraxchirurgie) erhielten, sowie von 1.585.084 Patienten, die sich einer offenen Operation unterzogen, hebt signifikante Vorteile für mit dem da Vinci-Chirurgiesystem durchgeführte Prozeduren hervor.
Die wichtigsten Ergebnisse deuten darauf hin, dass die roboterassistierte Chirurgie die Konversionen zu offenen Eingriffen im Vergleich zur Laparoskopie signifikant reduziert hat (55 % weniger wahrscheinlich). Sie führte auch zu einer geringeren Wahrscheinlichkeit für Bluttransfusionen (28 % weniger wahrscheinlich im Vergleich zu laparoskopischen, 70 % weniger wahrscheinlich im Vergleich zu offenen Eingriffen) und zu weniger 30-Tage-Komplikationen (14 % weniger wahrscheinlich im Vergleich zu laparoskopischen, 39 % weniger wahrscheinlich im Vergleich zu offenen Eingriffen).
Darüber hinaus hatten Patienten, die roboterassistierte Eingriffe erhielten, kürzere Krankenhausaufenthalte, die durchschnittlich 0,4 Tage kürzer waren als bei laparoskopischen Eingriffen und 1,9 Tage kürzer als bei offenen Operationen. Die Rate der Wiedereinweisungen innerhalb von 30 Tagen war ebenfalls um 23 % niedriger im Vergleich zu laparoskopischen Ansätzen.
Die Analyse umfasste sieben spezifische chirurgische Prozeduren, darunter Hysterektomie bei Gebärmutterhals- und Gebärmutterkörperkrebs, partielle Nephrektomie (teilweise Nierenentfernung), tiefe anteriore Resektion (LAR) und Prostatektomie (chirurgische Entfernung der Prostata). Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die roboterassistierte Chirurgie ein günstiges Risikoprofil und verbesserte Patientenergebnisse im Vergleich zu herkömmlichen chirurgischen Methoden bietet.