Meta-Datencenter-Abwasser verunreinigte Leitungswassersystem in Cheyenne mit seltener Bakterie
Abwasser aus dem Bau eines Meta-Datencenters hat das Aufbereitungswassersystem von Cheyenne mit einer seltenen Bakterie kontaminiert und dessen Betrieb über Monate hinweg gestört. Die Stadt identifizierte den Bauunternehmer als Quelle der Verunreinigung.

Cheyenne, Wyoming, hat bestätigt, dass Abwässer aus dem Bau eines Meta-Datencenters das städtische System für aufbereitetes Wasser mit einer seltenen Bakterie kontaminiert haben und dessen Betrieb monatelang zum Erliegen brachten. Das Board of Public Utilities (BOPU) gab am 2. Juli bekannt, dass die Untersuchungen ergaben, dass der Bauunternehmer Goat Systems LLC die Quelle der industrielle Abwasserableitung war.
Die Stadt hat die Annahme von Industrieabwässern aus den Kühlsystemen des Datencenters, einschließlich Spül- und Füllvorgängen, eingestellt. Die Untersuchung des BOPU ergab die Anwesenheit von Cupriavidus gilardii, einer Bakterie, die normalerweise nicht in der Wasserqualitätskontrolle erfasst wird. Diese metallresistente Bakterie störte den Betrieb zweier Wasseraufbereitungsanlagen und führte zur monatelangen Sperrung des Systems für aufbereitetes Wasser.
Die Bakterie wurde erstmals im Februar 2026 bei routinemäßigen Tests von Fäkalbakterien entdeckt, was zu einer umfassenden Untersuchung führte. Es wird angenommen, dass das Abwasser aus dem Spülvorgang während der Inbetriebnahme der Kühlsysteme des Datencenters stammt. Die Genehmigung von Goat Systems zur Einleitung von Industrieabwässern wurde im März widerrufen, und die Stadt hat die Annahme solcher Abwässer vorerst gestoppt.
Meta gab an, mit seinem Generalunternehmer Fortis an der Lösung des Problems zu arbeiten und wies darauf hin, dass unabhängige Tests von Fortis die gleichen Verunreinigungen nicht nachweisen konnten. Das Datencenter-Projekt in Cheyenne stellt eine der größten privaten Investitionen in der Region dar, mit einem geschätzten Wert von rund 800 Millionen US-Dollar. Das System für aufbereitetes Wasser wurde inzwischen wieder in Betrieb genommen, jedoch bleiben Fragen bezüglich der zukünftigen Regulierung von Abwässern und möglicher Langzeitfolgen offen.