📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Technologie

Meta verschiebt umstrittene Änderung der Nutzungsbedingungen

Nach massiver Kritik aus der Medienbranche hat Meta die Einführung neuer kommerzieller Bedingungen um drei Wochen auf den 20. November verschoben.

23. Oktober 2026
Meta verschiebt umstrittene Änderung der Nutzungsbedingungen

Meta Platforms hat den Inkrafttretungszeitpunkt seiner neuen kommerziellen Nutzungsbedingungen kurzfristig nach hinten verlegt. Ursprünglich für den 30. Oktober geplant, sollen die Regelungen nun ab dem 20. November gelten. Dieser Schritt erfolgt nach deutlichem Widerstand von Verlegerverbänden, die eine unregulierte Erfassung ihrer Web-Inhalte durch den Technologiekonzern fürchten.

Die News/Media Alliance, ein Zusammenschluss von mehr als 2.000 Publikationen, hatte zuvor in einem offenen Brief an Meta-CEO Mark Zuckerberg gefordert, die geplanten Änderungen zu stoppen. Die Branche befürchtet, dass Meta die neuen Bedingungen nutzen könnte, um journalistische Inhalte ohne faire Vergütung für eigene KI-Modelle und Werbeprodukte zu verwerten.

Trotz der Verschiebung bleiben wesentliche Teile der umstrittenen Klauseln bestehen. Während Meta das Wort „trainieren“ aus den Texten entfernte, warnen Medienanwälte, dass die verbleibende Formulierung zur „Produktentwicklung“ weiterhin zu breit gefasst sei. Dies könne es Meta ermöglichen, Inhalte der Verlage direkt zu nutzen, um eigene, konkurrierende Angebote aufzubauen.

Ein Unternehmenssprecher erklärte, die Verlängerung diene dazu, Partnern und Interessenvertretern die Vorgehensweise bei Web-Crawlern besser zu erläutern. Man verwies darauf, dass Inhaber von Inhalten weiterhin die Möglichkeit hätten, den Zugriff durch entsprechende robots.txt-Einstellungen zu unterbinden.

Originalquelle: fastcompany.com