Meta droht EU-Strafe von bis zu 12 Milliarden Dollar wegen süchtig machender Feeds
Die Europäische Kommission hat festgestellt, dass Meta gegen den Digital Services Act (DSA) der EU verstoßen hat, wegen des "süchtig machenden" Designs von Instagram und Facebook. Das Unternehmen könnte gezwungen werden, die Apps neu zu gestalten und mit Geldstrafen von bis zu 12 Milliarden Dollar belegt werden.

Die Europäische Kommission hat eine vorläufige Untersuchung gegen Meta Platforms hinsichtlich des Designs seiner Social-Media-Plattformen Instagram und Facebook eingeleitet.
Die Untersuchung hat vorläufig ergeben, dass Meta gegen den Digital Services Act (DSA) der EU verstößt, aufgrund der "süchtig machenden" Ausgestaltung seiner Dienste. Die Kommission argumentiert, dass Meta die Risiken, die durch das Design für das körperliche und geistige Wohlbefinden der Nutzer, einschließlich Minderjähriger und schutzbedürftiger Erwachsener, entstehen, nicht ausreichend bewertet hat.
Als problematisch hervorgehoben werden insbesondere personalisierte Empfehlungen, Auto-Play-Funktionen und das "Infinite Scrolling". Diese Elemente sollen dazu anregen, weiter zu scrollen und in einen "Autopilot-Modus" zu verfallen, was zu exzessiver Nutzung führen kann.
Sollte Meta für schuldig befunden werden, könnte das Unternehmen gezwungen sein, die Designs von Instagram und Facebook erheblich zu überarbeiten. Zusätzlich könnten empfindliche Geldstrafen von bis zu 12 Milliarden Dollar verhängt werden, was etwa 6 % des globalen Jahresumsatzes von Meta entspricht. Dieser Fall unterstreicht die zunehmende Aufmerksamkeit der EU gegenüber den Praktiken von Tech-Giganten und deren potenziellen Auswirkungen auf die Nutzergesundheit.
Das Verfahren verdeutlicht das Engagement der EU für eine sicherere digitale Umgebung und die Regulierung des Einflusses großer Technologieunternehmen auf die Gesellschaft.