Meta öffnet Muse Spark KI-Modell-API für Entwickler
Meta Platforms hat das API für sein KI-Modell Muse Spark offiziell für Entwickler freigegeben und die verbesserte Version Muse Spark 1.1 veröffentlicht. Damit tritt Meta in den Wettbewerb um die Kommerzialisierung von KI-Modellen ein und verrechnet Anrufe des Modells.

Meta Platforms hat die im April vorgestellte KI-Modell-API Muse Spark offiziell für Entwickler freigeschaltet und gleichzeitig die verbesserte Version Muse Spark 1.1 veröffentlicht. Mit diesem Schritt steigt Meta in den Wettbewerb um die Kommerzialisierung von KI-Modellen ein und tritt damit in direkte Konkurrenz zu Anbietern wie Anthropic und OpenAI, die ebenfalls für die Nutzung ihrer Modelle Gebühren erheben.
Muse Spark 1.1 wird von Meta als das bisher leistungsfähigste Modell für reale Programmieraufgaben (Coding) und KI-Agenten-Funktionen bezeichnet. Es stellt einen wichtigen Baustein in Metas Strategie zur Entwicklung "persönlicher Superintelligenz" dar. Das Modell ist in der Lage, Code zu schreiben und zu debuggen, Software und externe Werkzeuge zu bedienen sowie Inhalte aus Text, Bildern und Videos zu interpretieren. Zudem kann es komplexe, mehrstufige Aufgaben mit geringerer menschlicher Intervention bewältigen.
Das API-Angebot ermöglicht es US-Entwicklern, das Modell zu testen und seine Fähigkeiten in eigene Anwendungen zu integrieren. Registrierte Entwickler erhalten zunächst 20 US-Dollar an kostenlosen Testguthaben. Danach richtet sich die Abrechnung nach der Nutzung: 1,25 US-Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 4,25 US-Dollar pro Million Ausgabe-Tokens. Diese Preisgestaltung positioniert das Modell wettbewerbsfähig im Markt.
Muse Spark 1.1 ist zusätzlich zur API auch in der Meta AI-Anwendung und der Webversion über den "Thinking"-Modus verfügbar. Zukünftig soll dieses Modell schrittweise die bisherigen Llama-Modelle ersetzen, die die Chatbots in Metas Anwendungen wie WhatsApp, Instagram und Facebook antreiben. Diese Veröffentlichung folgt Metas jüngster Ankündigung zur Erweiterung generativer KI-Funktionen über alle Apps hinweg und der Einführung des ersten Bildgenerierungsmodells Muse Image.