Meta zahlt fast 18 Milliarden Dollar zur Beilegung von Klagen wegen Kindersicherheit
Meta hat sich mit fast allen US-Bundesstaaten auf einen Vergleich in Höhe von fast 18 Milliarden Dollar geeinigt. Der Vergleich beinhaltet neue Zeitlimits für die Nutzung sozialer Medien durch Minderjährige.

Meta Platforms hat eine Einigung mit fast allen US-Bundesstaaten erzielt und zahlt fast 18 Milliarden Dollar zur Beilegung von Klagen. Den Vorwürfen zufolge haben die Social-Media-Plattformen des Unternehmens zwanghafte Nutzung bei Kindern gefördert und Nutzer nicht vor Risiken wie Sucht und psychischen Gesundheitsproblemen gewarnt. Die Vereinbarung, die der Zustimmung eines Gerichts bedarf, verhindert einen Prozess, in dem die Staaten ursprünglich über 1,4 Billionen Dollar forderten.
Im Rahmen des Vergleichs wird Meta eine standardmäßige tägliche Zeitbegrenzung von zwei Stunden für Nutzer unter 18 Jahren einführen. Dieses Limit kann nur mit elterlicher Erlaubnis geändert werden. Zusätzliche Beschränkungen umfassen eine nächtliche Sperre zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens sowie einen "Schulmodus", der Benachrichtigungen während der Schulzeit standardmäßig stummschaltet.
Das tägliche Zeitlimit von zwei Stunden gilt kumulativ für die Nutzung von Facebook und Instagram. Meta erklärte, dass die durch Scrollen auf beiden Apps verbrachte Zeit zur Gesamtsumme zählt, auch für Nutzer mit mehreren Konten. Das Unternehmen wird Teenager nach jeweils 15 Minuten kontinuierlicher Bildschirmzeit mit Hinweisen versehen und weitere Erinnerungen senden, wenn die tägliche Nutzung 60 und 90 Minuten erreicht.
Meta setzt bereits Altersverifizierungsmethoden ein, einschließlich ID-Prüfungen und Gesichtsanalyse. Der Vergleich zielt darauf ab, die von den Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten geäußerten Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von sozialen Medien auf das Wohlbefinden junger Nutzer auszuräumen.