Meta einigt sich bei US-Kinderschutzklagen, Schutz in Indien unklar
Meta wird voraussichtlich rund 18 Milliarden US-Dollar zahlen, um Klagen beizulegen, die Minderjährigen auf Facebook und Instagram Schaden vorwerfen. Die Einigung schreibt Produktänderungen für Kinderschutz in den USA vor, wirft aber Fragen bezüglich ähnlicher Schutzmaßnahmen in Indien auf.

Meta hat einer Zahlung von rund 18 Milliarden US-Dollar zugestimmt, um Klagen in den USA beizulegen, die Facebook und Instagram vorwerfen, Minderjährigen Schaden zugefügt zu haben. Über die finanzielle Einigung hinaus ist Meta auch verpflichtet, Änderungen zur Gewährleistung der Online-Sicherheit für Kinder in den USA umzusetzen.
Die wegweisende Einigung beinhaltet die Verpflichtung, für Nutzer unter 18 Jahren eine tägliche Zeitbegrenzung von zwei Stunden auf Facebook und Instagram einzuführen, wobei der Zugriff zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens eingeschränkt wird. Der Social-Media-Gigant wird auch Benachrichtigungen während der Schulzeit anpassen, bestimmte Make-up-Filter einschränken, die Anzahl der Likes verbergen und eine nicht-algorithmische Feed-Option anbieten.
Obwohl Indien Metas größter Markt nach kumulierten Nutzern ist, fehlen der Einigung extraterritoriale Verpflichtungen. Das bedeutet, dass Meta rechtlich nicht verpflichtet ist, diese Sicherheitsstandards in internationalen Märkten wie Indien einzuführen. Cybersicherheitsexperten argumentieren jedoch, dass es keine Rechtfertigung dafür gibt, minderjährigen Konten außerhalb der USA identische Sicherheitsgrundlagen vorzuenthalten.
Rechts- und Politikexperten schlagen vor, dass die für amerikanische Teenager bereitgestellten Schutzmaßnahmen auch auf indische Kinder ausgedehnt werden sollten, und plädieren für altersgerechte Standardeinstellungen und eine stärkere Altersverifizierung. Die US-Einigung bietet nun indischen politischen Entscheidungsträgern einen potenziellen Fahrplan, um ähnliche Schutzmaßnahmen für Minderjährige auf Metas Produkten zu verordnen.