Meta meldet Kinderschutzangelegenheiten direkt an Indiens Cyberkriminalitätszentrum
Meta hat die indischen Behörden darüber informiert, dass das Unternehmen Kinderschutzangelegenheiten direkt an die nationale Meldeplattform für Cyberkriminalität des Landes weiterleiten wird. Diese Änderung umgeht den bisherigen Vermittler, das in den USA ansässige NCMEC.

Meta hat bestätigt, dass das Unternehmen Kinderschutzangelegenheiten nun direkt an die nationale Meldeplattform für Cyberkriminalität in Indien weiterleiten wird, die vom Indian Cyber Crime Coordination Centre (I4C) verwaltet wird. Diese Ankündigung stellt eine Abkehr von der bisherigen Praxis dar, bei der solche Meldungen über das in den USA ansässige National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC) liefen.
Ein Meta-Sprecher erklärte, dass der Schutz von Kindern auf seinen Plattformen Priorität habe und das Unternehmen sich verpflichtet fühle, mit der Regierung zusammenzuarbeiten, um Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Einzelheiten darüber, wie diese direkte Berichterstattung funktionieren wird oder ob sie die NCMEC-Route vollständig ersetzt, wurden nicht bekannt gegeben.
Die bestehende Regelung basierte auf einer 2019 unterzeichneten Absichtserklärung zwischen dem National Crime Records Bureau (NCRB) Indiens und NCMEC. Dieser etablierte Kanal hat die Weiterleitung zahlreicher Berichte an die zuständigen indischen Bundesstaaten und Territorien ermöglicht.
Diese Entwicklung findet vor dem Hintergrund einer verstärkten Überprüfung der Kinderschutzpraktiken von Meta statt. Das Unternehmen sah sich nach einer BBC-Untersuchung, die behauptete, Instagram habe Anzeigen geschaltet, die Material zum sexuellen Missbrauch von Kindern (CSAM) förderten, mit Kritik konfrontiert. Indische Aufsichtsbehörden, darunter die National Commission for Protection of Child Rights (NCPCR), haben sich seitdem mit Meta bezüglich dieser Bedenken auseinandergesetzt.