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Fertigung

Metsä Board leitet Verhandlungen ein und stoppt Investitionsvorplanungen

Metsä Board Oyj initiiert Verhandlungen über Personalmaßnahmen in Finnland und anderen Ländern im Rahmen eines 200-Millionen-Euro-Sparprogramms. Zudem stoppt das Unternehmen die Vorplanung zweier bedeutender Investitionsprojekte.

15. Oktober 2026
Metsä Board leitet Verhandlungen ein und stoppt Investitionsvorplanungen

Der Papier- und Kartonhersteller Metsä Board Oyj hat angekündigt, Verhandlungen über Personalmaßnahmen einzuleiten, die alle Mitarbeiter in Finnland und in anderen Betriebsländern betreffen. Dies ist Teil des zuvor angekündigten Sparprogramms in Höhe von 200 Millionen Euro zur Steigerung der Rentabilität, des Cashflows und der Wettbewerbsfähigkeit. Die Verhandlungen in Finnland beginnen frühestens am 7. Oktober 2025.

Die Verhandlungen basieren auf produktionsbezogenen, finanziellen und operativen Umstrukturierungsgründen. Ziel sei es, die Kostenstruktur anzupassen, den Cashflow zu verbessern, die Geschäftstätigkeit zu optimieren und die Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum zu stärken. Mögliche Maßnahmen könnten Entlassungen und die Reorganisation von Aufgaben und Betrieben umfassen. Der geschätzte Personalabbau beläuft sich auf bis zu 315 Personen, davon 155 in Finnland.

Metsä Board wird zudem die Vorplanung für zwei bedeutende Investitionsprojekte vorerst einstellen. Grund dafür sei die unzureichende Rentabilität im aktuellen Marktumfeld. Die betroffenen Projekte umfassen die Erneuerung der Trockenpartie in der Zellstofffabrik Husum sowie das Entwicklungsprojekt für Barrier-Karton im Werk Kyro. Auch ein Projekt zur Produktänderung auf der Kartonmaschine BM2 in Husum, in Zusammenarbeit mit Metsä Tissue, wird vorerst nicht weiterverfolgt.

Metsä Boards CEO Esa Kaikkonen erklärte, dass die herausfordernde Marktlage konsequente und wirksame Maßnahmen erfordere. "Die Anpassung der Kostenstruktur und die Optimierung der Abläufe sind notwendig, um die Rentabilität des Geschäfts auf ein nachhaltiges Niveau zurückzuführen", sagte Kaikkonen. "Gleichzeitig schaffen wir stärkere Rahmenbedingungen für langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum." Einmalige Kosten im Zusammenhang mit den möglichen Änderungen werden als sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen erfasst.

Originalquelle: metsagroup.com