Metsä Group und ANDRITZ prüfen Abscheidung von biogenem Kohlendioxid
Die Metsä Group und der Technologiekonzern ANDRITZ untersuchen die technische Realisierbarkeit einer CO2-Abscheidung für Bioproduktwerke.

Die Metsä Group und das Technologieunternehmen ANDRITZ haben eine Untersuchung zur Abscheidung von jährlich bis zu vier Millionen Tonnen Kohlendioxid gestartet. Das Projekt analysiert die Integration von Abscheidetechnologien in die bestehende Infrastruktur von Bioproduktwerken, wie sie in Kemi betrieben werden, mit einem Fokus auf die energieeffiziente Nutzung von Prozesswärme und Dampf.
Nach Abschluss der Vorstudie ist für das Jahr 2025 eine Pilotphase am Standort Rauma geplant. Während die Abscheidung mittels Aminlösungen seit Jahrzehnten in anderen Sektoren eingesetzt wird, stellt die Anwendung in großindustriellen Zellstoffwerken einen neuen technischen Ansatz dar. Ziel ist es, die logistischen und energetischen Anforderungen für den industriellen Maßstab zu bestimmen.
Laut Unternehmensangaben könnte die Nutzung von biogenem Kohlendioxid die Basis für eine neue chemische Industrie in Finnland bilden. Durch die Kombination mit erneuerbarem Wasserstoff könnten synthetische Kraftstoffe wie Methanol und Methan hergestellt werden, um fossile Rohstoffe zu ersetzen. Dies entspräche der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Alternativen in der chemischen Industrie.