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Fertigung

Metsä Group untersucht CO2-Abscheidung in Zellstoffwerken

Metsä Group und Andritz testen die technische Machbarkeit der CO2-Abscheidung aus Abgasen von Zellstofffabriken zur weiteren industriellen Nutzung.

1. November 2026
Metsä Group untersucht CO2-Abscheidung in Zellstoffwerken

Die Metsä Group prüft derzeit Möglichkeiten, die bei der Zellstoffproduktion entstehenden CO2-Emissionen abzuscheiden und als Rohstoff für die Produktion klimaneutraler Bioprodukte zu verwenden. Das Ziel ist es, fossile Rohstoffe durch holzbasierte Alternativen zu ersetzen und die Ressourceneffizienz der Werke zu steigern.

In einer gemeinsamen Studie mit dem Technologieunternehmen Andritz wurde untersucht, wie rund vier Millionen Tonnen CO2 pro Jahr an einem Standort wie dem Bioproduktwerk Kemi abgeschieden werden könnten. Projektleiterin Kaija Pehu-Lehtonen betonte, dass der Prozess technisch machbar sei, jedoch hohe Investitionen erfordere. Die größte Herausforderung bleibt der Energiebedarf: Aktuell können nur 20 Prozent der für die Abscheidung benötigten Wärme aus den bestehenden Produktionsströmen gedeckt werden, was weitere technologische Innovationen erforderlich macht.

Das Unternehmen setzt das Projekt in Phasen fort und plant für den kommenden Sommer einen Pilotversuch im Zellstoffwerk Rauma. Die Ergebnisse dieser Erprobung sollen als Grundlage für den Bau einer möglichen Demo-Anlage dienen. Sollte sich das Verfahren als wirtschaftlich erweisen, könnte dies neben den klimatischen Vorteilen neue industrielle Wertschöpfungsketten innerhalb der Forstwirtschaft erschließen.

Originalquelle: metsagroup.com