Metsä Group startet Pilotprojekt zur CO2-Abscheidung im Zellstoffwerk Rauma
Metsä Group testet die Abscheidung von Kohlendioxid aus den Abgasen eines Zellstoffwerks. Zudem wird die Realisierbarkeit einer größeren Demonstrationsanlage geprüft.

Die Metsä Group hat im finnischen Rauma eine Pilotanlage zur CO2-Abscheidung in Betrieb genommen. In Zusammenarbeit mit dem Technologieunternehmen Andritz untersucht der Konzern, inwieweit sich die Abgase aus der Zellstoffproduktion für die Abscheidung von Kohlendioxid eignen. Der Testbetrieb soll Aufschluss über Energiebedarf und Reinheit des abgeschiedenen Produkts geben.
Auf Basis der gewonnenen Daten evaluiert das Unternehmen die Errichtung einer Demonstrationsanlage, die jährlich zwischen 30.000 und 100.000 Tonnen CO2 binden könnte. Die aktuelle Pilotanlage verfügt über eine Tageskapazität von einer Tonne. Eine finale Investitionsentscheidung für den Ausbau steht noch aus und hängt von der Lösung technischer sowie finanzieller Fragen ab.
Biogenes Kohlendioxid könnte künftig fossile Rohstoffe in der Chemie- und Kraftstoffindustrie ersetzen. Laut Metsä Group ist die Technologie jedoch kapitalintensiv, weshalb der Ausbau stark von der EU-Regulierung und staatlichen Investitionsförderungen abhängt, um wettbewerbsfähige Wertschöpfungsketten zu etablieren.