Metsä Group plant kommerzielle Anlage zur Abscheidung von Holz-basiertem CO2 in Rauma
Metsä Group startet die Vorentwurfsplanung für eine kommerzielle Anlage zur Abscheidung von Holz-basiertem Kohlendioxid an seinem Zellstoffwerk in Rauma. Die Anlage soll eine Kapazität von rund 100.000 Tonnen pro Jahr haben.

Metsä Group hat mit der Vorentwurfsplanung für seine erste kommerzielle Anlage zur Abscheidung von holzbasiertem Kohlendioxid begonnen. Das Unternehmen hat staatliche Investitionshilfen im Rahmen des Programms für saubere Übergangsprojekte beim finnischen Ministerium für Wirtschaft und Arbeit beantragt, um die Finanzierung der Anlage zu unterstützen.
Die geplante Anlage soll am Zellstoffwerk von Metsä Group in Rauma, Südfinnland, errichtet werden. Sie ist für eine Nennkapazität von etwa 100.000 Tonnen holzbasiertem Kohlendioxid pro Jahr ausgelegt, das aus den Rauchgasen des Werks abgeschieden wird. Diese erste kommerzielle Anlage wird als Vorstufe für größere Betriebe angesehen, da Metsä Group über ein langfristiges Potenzial verfügt, jährlich mehrere Millionen Tonnen holzbasiertes CO2 abzuscheiden. Das abgeschiedene Kohlendioxid soll als Rohstoff in Industrien wie der Chemie- und Treibstoffherstellung verwendet werden und somit fossile Alternativen ersetzen.
Der Antrag auf eine Umweltgenehmigung für die Anlage wurde im Dezember 2025 eingereicht, eine Entscheidung wird im Laufe dieses Jahres erwartet. Die jährliche Nutzung von 100.000 Tonnen holzbasiertem Kohlendioxid in der Kraftstoffwertschöpfungskette könnte fossile Emissionen kompensieren, die den jährlichen Emissionen von fast 30.000 Personenkraftwagen entsprechen.
"Wir freuen uns sehr, dass die ersten Lieferverträge mit Kunden nun unterzeichnet wurden", sagte Niklas von Weymarn, CEO von Metsä Spring, dem Innovationsunternehmen von Metsä Group. Er wies darauf hin, dass die Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten oft öffentliche Finanzierung in frühen Phasen erfordert. Die Investitionsentscheidung für die Anlage in Rauma hängt von einer positiven Förderentscheidung, der Umweltgenehmigung, dem Abschluss der Vorentwurfsstudie und der bestätigten Kundennachfrage ab. Eine Entscheidung ist frühestens Anfang 2027 möglich.
Ismo Nousiainen, CEO von Metsä Fibre, erklärte, dass die Abscheidung von holzbasiertem Kohlendioxid mit der Strategie von Metsä Group übereinstimmt, sein fossilfreies Geschäft zu stärken und wettbewerbsfähige neue Produkte zu entwickeln. Die Initiative soll auch die Wettbewerbsfähigkeit der Zellstoffproduktion des Unternehmens verbessern.