Metsä Group startet Vorstudie für Textilfaserwerk
Metsä Group startet eine Vorstudie für die erste kommerzielle Fabrik zur Herstellung von Kuura-Textilfaser. Das Projekt zielt darauf ab, die Zellstoffveredelung nachhaltig und effizient zu steigern.

Metsä Group hat eine Vorstudie für die Errichtung einer neuen Fabrik zur Herstellung der Textilfaser Kuura eingeleitet. Das Projekt Kuura, entwickelt vom Innovationsunternehmen Metsä Spring der Metsä Group, zielt darauf ab, die Zellstoffveredelung zu erhöhen und ein neues, hochwertiges Material aus heimischen Holzressourcen ohne fossile Brennstoffe zu schaffen.
Die Textilfaser, die in einer Demonstrationsanlage in Äänekoski entwickelt wurde, wird aus Weichholzzellstoff hergestellt. Im Rahmen der Vorstudie werden die Investitionsgröße und die Rentabilität der potenziellen Fabrik bewertet. Die Vorstudie wird voraussichtlich etwa ein Jahr dauern, danach kann die Projektplanung in die Vorengingierungsphase übergehen.
Laut Niklas von Weymarn, CEO von Metsä Spring, wird die Kuura-Faser seit 2020 entwickelt, um die wachsende Nachfrage nach nachhaltigeren Textilfasern zu decken. Eine potenzielle Fabrik würde die Voraussetzungen für eine heimische Textilfaserproduktion schaffen und einen erheblichen Mehrwert in Finnland generieren.
Sollte das Projekt realisiert werden, würde die Kuura-Fabrik neben den Bioproduktfabriken der Metsä Group in Äänekoski oder Kemi errichtet. Eine Integration würde die Nutzung erneuerbarer Energien aus der benachbarten Fabrik und die Anwendung geschlossener Kreisläufe ermöglichen. Die jährliche Produktion der Fabrik würde etwa 100.000 Tonnen betragen, und sie würde rund 250 Mitarbeiter beschäftigen. Der als Rohstoff verwendete Weichholzzellstoff stammt aus heimischen, zertifizierten Wäldern.