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Technologie

Mexikanische Abgeordnete reichen Kartellbeschwerde gegen Sony ein

Mexikanische Abgeordnete wollen eine wettbewerbsrechtliche Beschwerde gegen Sony einreichen. Grund sind die Pläne des Unternehmens, den Verkauf physischer Disketten ab 2028 einzustellen.

14. Juli 2026
Mexikanische Abgeordnete reichen Kartellbeschwerde gegen Sony ein
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Mexikanische Kongressabgeordnete, Iraís Reyes und Luis Donaldo Colosio, bereiten eine Kartellbeschwerde gegen Sony bei der zuständigen Wettbewerbskommission Mexikos vor. Dies ist eine Reaktion auf Sonys kürzlich erfolgte Ankündigung, ab 2028 keine physischen Disketten mehr für First-Party-Spiele zu veröffentlichen.

Die Abgeordneten argumentieren, dass Sony durch die ausschließliche Konzentration auf den digitalen Vertrieb über den PlayStation Store eine Monopolstellung auf dem Markt schaffen könnte. Sie sind der Ansicht, dass Sony dadurch die Kontrolle über die Spielpreise erlangen und die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher einschränken würde.

Ziel der Beschwerde ist die Untersuchung, ob Sonys Entscheidung gegen das Kartellrecht verstößt. Die Gesetzgeber wollen klären, ob Sony seine Marktposition ausnutzt, um zum einzigen Vertriebskanal für Spiele auf der PlayStation-Plattform zu werden, was potenziell die Verbraucherinteressen und die Wettbewerbschancen anderer Marktteilnehmer beeinträchtigen könnte.

Kritiker verweisen auf frühere Vorfälle, wie die Entziehung des Zugangs zu zuvor gekauften digitalen Inhalten für europäische Nutzer im Jahr 2022 und die kürzlich angekündigte Entfernung des digitalen Zugangs zu über 500 Filmen und Fernsehsendungen. Diese Maßnahmen werden als Beweis für potenziell wettbewerbswidriges Verhalten angeführt.

Darüber hinaus könnte die Umstellung auf den rein digitalen Vertrieb physische Einzelhändler und den Gebrauchtspielmarkt beeinträchtigen. Es gibt auch Bedenken, dass Spieler das tatsächliche Eigentum an ihren Spielen verlieren, da digitale Versionen oft als Lizenzen und nicht als Eigentum betrachtet werden. Die Beschwerde weist auch darauf hin, dass viele Spieler, insbesondere in Entwicklungsländern, nicht über den für digitale Downloads erforderlichen schnellen Internetzugang verfügen.

Originalquelle: ithome.com