MHI demonstriert integrierten Prozess zur Herstellung flüssiger synthetischer Kraftstoffe
Mitsubishi Heavy Industries (MHI) hat erfolgreich einen integrierten Prozess zur Herstellung flüssiger synthetischer Kraftstoffe unter Verwendung von SOEC-Ko-Elektrolyse und FT-Synthese demonstriert.

Mitsubishi Heavy Industries, Ltd. (MHI) hat erfolgreich einen integrierten Produktionsprozess für flüssige synthetische Kraftstoffe aus Kohlendioxid, Wasser und Strom demonstriert. Die Demonstration fand im Forschungs- und Innovationszentrum von MHI in Nagasaki statt.
Der Prozess nutzt die Ko-Elektrolyse von Festoxid-Elektrolysezellen (SOEC), um Wasserstoff und Kohlenmonoxid zu erzeugen, die dann als Rohstoff für die Fischer-Tropsch (FT)-Synthese zur Herstellung flüssiger Kraftstoffe dienen. Die chemische Analyse bestätigte, dass der synthetisierte flüssige Kraftstoff Komponenten enthielt, die für nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) geeignet sind.
Die Ko-Elektrolyse ermöglicht die gleichzeitige Elektrolyse von sowohl Wasserdampf als auch Kohlendioxid, was den Prozess vereinfacht und die Effizienz steigert. MHI entwickelt seine eigene rohrförmige SOEC-Zelltechnologie, um die wirtschaftliche Effizienz weiter zu verbessern und kostengünstige synthetische Kraftstoffe herzustellen. Diese Technologie ist entscheidend für die Dekarbonisierung des Luftfahrtsektors, da die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) bis 2050 Netto-Null-CO2-Emissionen anstrebt und dadurch eine erhebliche Nachfrage nach SAF erwartet wird.
Neben SAF können die durch SOEC-Ko-Elektrolyse erzeugten Wasserstoff und Kohlenmonoxid auch als Rohstoff für andere CO2-neutrale synthetische Kraftstoffe, darunter Benzin, Diesel, Methanol und Methan für Automobile und Schiffe, sowie als Stadtgas verwendet werden. MHI strebt an, hochwertige SAF-Produktionssysteme durch die Kombination von SOEC-Ko-Elektrolyse mit bestehenden FT-Syntheseprozessen anzubieten und somit zur Verwirklichung einer nachhaltigen, CO2-neutralen Welt beizutragen.