Michelin nutzt Reifenexpertise für Expansion in Kompositmarkt
Michelin erweitert die Nutzung von Verbundwerkstoffen über die Reifenherstellung hinaus und strebt durch seine 130-jährige Erfahrung eine führende Rolle in neuen Sektoren an.

Der Reifenhersteller Michelin nutzt seine umfassende Expertise im Bereich Verbundwerkstoffe, um über sein Kerngeschäft hinaus in neue Märkte zu expandieren. Das Unternehmen betrachtet Kompositmaterialien als Schlüsseltechnologie für zukünftige Lösungen.
Mit über 130 Jahren Erfahrung in der Materialwissenschaft, insbesondere in der Reifenentwicklung, ist Michelin davon überzeugt, dass Verbundwerkstoffe eine entscheidende Rolle spielen. „Michelin hat alle Voraussetzungen, um ein weltweit führender Anbieter von Verbundwerkstoffen zu werden“, erklärte CEO Florent Menegaux und verwies auf das Know-how aus der Reifenproduktion.
Verbundwerkstoffe, die zwei oder mehr unterschiedliche Materialien kombinieren, bieten verbesserte Eigenschaften. Michelineigene Reifen sind selbst komplexe Verbundprodukte mit über 200 Komponenten. Diese Erfahrung hat Michelin einzigartige Kenntnisse in der Materialkombination und der Erfüllung anspruchsvoller Leistungsanforderungen verschafft.
Michelin erweitert seine Geschäftstätigkeit durch die Weiterentwicklung bestehender Aktivitäten und durch Akquisitionen. Neben Reifen stellt das Unternehmen bereits eine Reihe von Verbundprodukten her, darunter Förderbänder, Dichtungen, Membranen und beschichtete Gewebe. Durch Tochtergesellschaften wie Solesis hat sich Michelin auch eine starke Position in medizinischen Bereichen wie Implantaten und regenerativer Medizin gesichert.
Die Expansion zielt darauf ab, schnell wachsende Märkte in Sektoren wie Mobilität, Bauwesen, Luftfahrt, kohlenstoffarme Energie und Gesundheitswesen zu bedienen. Die Strategie kombiniert organisches Wachstum mit strategischen Übernahmen, um Synergien zu nutzen und neue Anwendungen auf Basis seiner materialwissenschaftlichen Expertise zu entwickeln.