Michelin strebt Netto-Null-Emissionen bis 2050 an
Der Reifenhersteller Michelin hat eine umfassende Dekarbonisierungsstrategie vorgelegt, die bis 2050 klimaneutrale Abläufe entlang der gesamten Wertschöpfungskette vorsieht.
Michelin hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Der Plan umfasst den gesamten Lebenszyklus der Produkte, von der Rohstoffbeschaffung bis zur Entsorgung, und wird durch Etappenziele für 2030 untermauert.
Die Klimaziele des Unternehmens wurden durch die Science Based Targets (SBTi) Initiative validiert. Michelin plant, die CO2-Emissionen um 90 Prozent zu senken, wobei der Fokus auf dem Scope 3 liegt – den indirekten Emissionen aus der Lieferkette und der Produktnutzung, die den größten Teil der Umweltbelastung ausmachen. Das Unternehmen setzt dabei auf eine Kombination aus einer höheren Nutzung recycelter Materialien, der Steigerung der Energieeffizienz durch neue Reifendesigns und Investitionen in Wasserstofftechnologien.
Das Unternehmen betont, dass diese Strategie ohne den Zukauf von Kompensationszertifikaten umgesetzt werden soll. Damit setzt Michelin seinen Kurs fort, der 1992 mit der Einführung des ersten spritsparenden „grünen“ Reifens begann.