Microsoft: Löschen des Prefetch-Ordners bringt keinen Geschwindigkeitsvorteil
Microsoft stellt klar, dass das manuelle Entfernen von Prefetch-Dateien unter Windows 11 die Systemleistung nicht steigert und App-Starts sogar verzögern kann.
Die verbreitete Annahme, dass das manuelle Leeren des Windows-Prefetch-Ordners die Systemgeschwindigkeit erhöht, ist laut Microsoft technologisch überholt. Prefetch-Dateien dienen als Cache für Anwendungsstarts, um Ladezeiten durch das Vorhalten relevanter Verknüpfungen zu verkürzen. Das Löschen dieser Daten zwingt Windows dazu, sie beim nächsten Programmstart erneut zu generieren, was die Reaktionszeit der Software beeinträchtigt.
Seit Windows 8 verwaltet das Betriebssystem den Prefetch-Ordner vollautomatisch. Das System begrenzt die Anzahl der gespeicherten Einträge auf 1024 und löscht veraltete Dateien eigenständig. Ein manuelles Eingreifen ist daher weder für die Speicherplatzgewinnung noch für die Performance notwendig und widerspricht der automatisierten Effizienzsteuerung von Windows 11.
Benchmarks zeigen, dass die Auswirkungen durch moderne SSD-Speicher zwar geringer ausfallen als früher, aber dennoch messbar bleiben. Microsoft empfiehlt stattdessen, die Liste der automatisch startenden Programme zu bereinigen und nicht benötigte Hintergrunddienste zu deaktivieren, da diese die Systemressourcen wesentlich stärker belasten als zwischengespeicherte Prefetch-Daten. Das manuelle Löschen sollte lediglich aus Datenschutzgründen erfolgen, wobei der Nutzer den Geschwindigkeitsverlust beim Programmstart in Kauf nehmen muss.