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Technologie

Microsoft-Manager bezeichnete KI-Datensammlung als 'größten Arbeitsraub der Geschichte'

Interne, in einem Gerichtsverfahren freigegebene Dokumente zeigen, dass ein Microsoft-Manager das Sammeln von Daten für KI als 'erstaunlichen Diebstahl von beispiellosem Ausmaß' bezeichnete.

17. September 2026
Microsoft-Manager bezeichnete KI-Datensammlung als 'größten Arbeitsraub der Geschichte'

Interne Dokumente, die in einem Gerichtsverfahren freigegeben wurden, beschuldigen Microsoft und OpenAI der Urheberrechtsverletzung. Es wird behauptet, dass die Unternehmen riesige Mengen an Nachrichteninhalten zum Trainieren von künstlicher Intelligenz ohne entsprechende Genehmigung verwendet haben. Die Dokumente, die in einem Antrag auf summarisches Urteil von Nachrichtenklägern, darunter die New York Times, aufgedeckt wurden, beleuchten die internen Ansichten der Unternehmen über die Datensammlungspraktiken, die die KI-Entwicklung vorangetrieben haben.

Ein Direktor für angewandte Wissenschaft bei Microsoft, Brent Hecht, wird in den freigegebenen Dokumenten zitiert und äußert erhebliche Bedenken hinsichtlich der Praxis. Er beschrieb das Sammeln von Nachrichteninhalten für das KI-Training angeblich als "einen erstaunlichen Diebstahl von beispiellosem Ausmaß" und potenziell "den größten Arbeitsraub in der Geschichte der Menschheit". Diese Aussagen scheinen im Widerspruch zur öffentlichen Haltung und den rechtlichen Argumenten der Unternehmen zu stehen.

Die Nachrichtenorganisationen argumentieren, dass Hechts interne Warnungen die Verteidigung von Microsoft und OpenAI untergraben, dass die Nutzung von Nachrichteninhalten für das KI-Training "fair use" (angemessene Nutzung) darstellt. In einem Dokument schlug Hecht angeblich vor, dass die umfassende Sammlung von Nachrichten "eine vollständige Parodie auf die Idee des 'fair use'" darstelle. Die Klage konzentriert sich darauf, ob die KI-Unternehmen Urheberrechtsgesetze verletzt haben, indem sie angeblich urheberrechtlich geschütztes Material von Nachrichtenorganisationen zur Entwicklung von Produkten wie ChatGPT und Copilot verwendet haben.

Diese Offenlegung interner Kommunikation ist Teil eines laufenden Rechtsstreits zwischen großen Nachrichtenverlagen und KI-Unternehmen über die Nutzung urheberrechtlich geschützten Materials. Der Ausgang dieses Falles könnte bedeutende Präzedenzfälle für die Zukunft der KI-Entwicklung und des geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter schaffen.

Originalquelle: arstechnica.com