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Technologie

Microsoft-Manager nennt KI-Training 'größten Arbeitsraub der Geschichte'

Neu veröffentlichte Gerichtsunterlagen enthüllen interne Ansichten von Microsoft und OpenAI zum KI-Training mit urheberrechtlich geschützten Inhalten. Ein Microsoft-Manager bezeichnete den Prozess als 'den größten Arbeitsraub der Geschichte'.

18. September 2026
Microsoft-Manager nennt KI-Training 'größten Arbeitsraub der Geschichte'

Neu freigegebene Gerichtsakten zeigen, dass das, was KI-Unternehmen hinter den Kulissen sagen, nicht immer mit dem übereinstimmt, was sie öffentlich kommunizieren. Ein leitender Angestellter von Microsoft beschrieb die Praxis von OpenAI, KI-Modelle mit Nachrichtenartikeln zu trainieren, als „den größten Arbeitsraub der Menschheitsgeschichte“.

Die Aussage von Brent Hecht, Director of Applied Science bei Microsoft, stammt aus Gerichtsunterlagen, die im Rahmen einer Urheberrechtsklage bekannt wurden, die die New York Times 2023 gegen Microsoft und OpenAI eingereicht hat. Die Zeitung wirft den Unternehmen vor, ihre Nachrichtenartikel ohne Erlaubnis zum Trainieren von Modellen für künstliche Intelligenz verwendet zu haben.

In der Klageschrift argumentiert die New York Times, dass die KI-Unternehmen durch das massenhafte Kopieren und Verwenden von Millionen urheberrechtlich geschützter Artikel zum Trainieren großer Sprachmodelle, die zur Ersetzung von Nachrichtenredaktionen bestimmt sind, gegen das Urheberrecht verstoßen haben. Die Zeitung beschuldigt Microsoft und OpenAI, sich einen „kostenlosen Ritt“ zu verschaffen, indem sie die Investitionen der Zeitung in Qualitätsjournalismus nutzen, um ersetzende Produkte ohne Genehmigung oder Bezahlung zu entwickeln.

Während Microsoft und OpenAI argumentieren, dass die Nutzung von Nachrichtenartikeln unter „Fair Use“ fällt, deuten die internen Aussagen darauf hin, dass die KI-Produkte absichtlich als Ersatz für die trainierten Inhalte konzipiert wurden. Die Zeitung argumentiert, dass dies die Verteidigung auf „Fair Use“ untergräbt und dass die Klärung dieser Fragen entscheidend für die Zukunft des Journalismus und einer verantwortungsvollen KI-Entwicklung sei.

Originalquelle: fastcompany.com