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Technologie

Microsoft-Patch für Windows Defender kann Festplattenspeicherprobleme verursachen

Ein von Microsoft im Juli veröffentlichtes Sicherheitsupdate für Windows Defender kann laut Forschern unter bestimmten Bedingungen dazu führen, dass der Festplattenspeicher vollläuft und Anwendungen abstürzen.

10. Juli 2026
Microsoft-Patch für Windows Defender kann Festplattenspeicherprobleme verursachen
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Microsoft veröffentlichte am 7. Juli ein Sicherheitsupdate, das eine als RoguePlanet bekannte Schwachstelle (CVE-2026-50656) in den Betriebssystemen Windows 10 und Windows 11 behebt. Die Schwachstelle wurde mit einer CVSS 3.1-Bewertung von 7,8 eingestuft und ermöglichte einem entfernten Angreifer den Erhalt von Administratorrechten.

Die Ausnutzung der Schwachstelle nutzte eine Race Condition innerhalb der Scan-Engine von Microsoft Defender. Ein erfolgreicher Angriff hätte dem Angreifer die Möglichkeit gegeben, Software zu installieren, Dateien zu lesen oder zu löschen, neue Benutzerkonten zu erstellen, Sicherheitsfunktionen zu deaktivieren und sich seitwärts im Netzwerk zu bewegen.

Der Sicherheitsexperte NightmareEclipse stellte jedoch kurz nach der Veröffentlichung des Patches fest, dass die neue Korrektur neue Risiken einführen könnte. Der Bericht besagt, dass die Komponente Microsoft Malware Protection Engine unter bestimmten Umständen Daten lecken könnte. Darüber hinaus kann sie große Alternate Data Streams (ADS) lokal zwischenspeichern, ohne sie zu aktualisieren oder zu löschen.

Wenn ein Angreifer dies mit einem bösartigen SMB-Server kombiniert und große ADS-Dateien zusammen mit Tools wie Mimikatz verwendet, kann Defender während der Verarbeitung von Dateien einfrieren. Dies könnte dazu führen, dass Defender Dateien sperrt und den gesamten verfügbaren Festplattenspeicher verbraucht, auch wenn das System selbst nicht mit einem Bluescreen abstürzt. Benutzer können jedoch Systemverlangsamungen und zufällige Anwendungsabstürze erleben.

Originalquelle: ithome.com