Microsoft schließt Rekordzahl von 570 Sicherheitslücken, nennt KI als Helfer
Microsoft hat im Juli 570 Sicherheitspatches veröffentlicht, die eine Rekordzahl von Schwachstellen in seinen Produkten beheben. Das Unternehmen führt die Entdeckung vieler dieser Lücken auf den verstärkten Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) zurück.

Microsoft hat im Rahmen seiner regulären monatlichen Veröffentlichung im Juli insgesamt 570 Sicherheitspatches freigegeben. Dies stellt die bisher größte Anzahl von Korrekturen in der Geschichte des Unternehmens dar und betrifft eine breite Palette von Microsoft-Produkten, darunter Windows und Office.
Das Technologieunternehmen gibt an, dass der verstärkte Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) maßgeblich zur Identifizierung der zahlreichen Code-Schwachstellen beigetragen hat. KI-gestützte Werkzeuge ermöglichen es den Sicherheitsteams von Microsoft, bisher unbekannte Fehler effizienter aufzudecken, was zu der Rekordzahl an Patches führte.
Mindestens zwei der behobenen Schwachstellen sind sogenannte Zero-Day-Lücken, die bereits ausgenutzt wurden, bevor Microsoft davon erfuhr. Eine davon betrifft Windows Server und ermöglicht Angreifern die Eskalation von Benutzerrechten bis hin zum Systemadministrator. Eine weitere Schwachstelle betrifft den SharePoint-Dateiserver, deren Ausnutzung laut der US-Cybersicherheitsbehörde CISA bereits aktiv erfolgte.
Microsoft erwartet, dass mit der fortschreitenden Entwicklung von KI im Bereich Cybersicherheit die Anzahl der monatlichen Sicherheitsupdates für Kunden weiter steigen wird. Das Unternehmen wies darauf hin, dass KI-Modelle helfen, Schwachstellen aufzudecken, die möglicherweise seit Jahrzehnten im Code verborgen waren.