Microsoft schließt im September Rekordzahl von Schwachstellen
Microsofts Sicherheitsupdate vom September behebt rund 972 Schwachstellen, davon 112 als kritisch eingestuft. Dies übertrifft frühere Rekorde bei der Anzahl der gepatchten Schwachstellen.

Microsoft hat im September ein ungewöhnlich umfangreiches Sicherheitsupdate veröffentlicht, das rund 972 Schwachstellen behebt. Davon wurden 112 als kritisch eingestuft, was einen signifikanten Anstieg im Vergleich zu früheren Update-Zyklen darstellt und eine sich schnell entwickelnde Bedrohungslandschaft widerspiegelt.
Der Trend zunehmender Schwachstellenveröffentlichungen war in den letzten Monaten erkennbar. Nur zwei Monate zuvor hatte Microsoft 570 Schwachstellen behoben, gefolgt von 620 im Vormonat. Auch andere große Technologieunternehmen, darunter Google, haben Rekordzahlen bei Schwachstellen gemeldet.
Branchenakteure wie OpenAI, Anthropic und Amazon Web Services haben Warnungen bezüglich der eskalierenden Bedrohung durch KI-gestützte Angriffe herausgegeben. Diese fortschrittlichen Methoden können die Ausnutzung entdeckter Schwachstellen beschleunigen und Unternehmen dazu zwingen, ihre Patch-Rhythmen zu verbessern.
Dustin Childs, Forscher bei der Zero Day Initiative, bezeichnet die aktuelle Situation als "neues Normal". Er warnt jedoch davor, dass der potenzielle Schaden durch KI-gestützte Angriffe trotz des erhöhten Umfangs der bereitgestellten Sicherheitspatches immer noch erheblich sein könnte.