Microsoft verkauft vier Xbox-Studios und baut Stellen in der Spieleabteilung ab
Microsoft trennt sich von vier Xbox-Spielestudios und baut Tausende von Arbeitsplätzen in seiner Spieleabteilung ab. Die Entlassungen werden als "Xbox-Neustart" beschrieben und betreffen nahezu alle Bereiche des Unternehmens.

Microsoft hat eine weitreichende Entlassungswelle in seiner Spieleabteilung eingeleitet, die rund 4.800 Mitarbeiter weltweit betrifft. Davon sind etwa 1.600 Angestellte bei Xbox angesiedelt, was mehr als 30 Prozent der gesamten Stellenstreichungen ausmacht. Das Unternehmen bezeichnet diese Maßnahmen intern als einen "Xbox-Neustart", der nahezu alle Bereiche der Sparte berühren wird.
Neben den Personalabbau verkauft Microsoft vier seiner internen Spielestudios. Zu den betroffenen Studios gehören Ninja Theory, bekannt für die Hellblade-Reihe, und ZeniMax Studios, die für Titel wie Doom und Fallout verantwortlich sind. Diese sollen künftig unabhängig von Microsoft agieren. Die Maßnahme stellt eine strategische Neuausrichtung dar und könnte die zukünftige Entwicklung und Unabhängigkeit der Studios beeinflussen.
Laut einer internen Mitteilung von Xbox-CEO Asha Sharma sind die Entlassungen und Verkäufe notwendig, um sich an die sich wandelnde Spielebranche anzupassen und die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Sharma betonte, dass diese Schritte, auch wenn sie schmerzhaft seien, für die langfristige Ausrichtung von Xbox unerlässlich seien. Bis zum Ende des Geschäftsjahres im Juli 2027 plant Microsoft, die Belegschaft von Xbox um insgesamt etwa 20 Prozent zu reduzieren.
Die Umstrukturierungsmaßnahmen deuten auf eine Neubewertung der Gaming-Strategie von Microsoft hin. Die Verselbstständigung der Studios mag ihnen mehr Freiheiten verschaffen, spiegelt aber auch das Bestreben wider, die Ressourcen zu straffen und auf Kernbereiche zu konzentrieren. Die langfristigen Auswirkungen auf die Marke Xbox und ihr Spieleportfolio bleiben abzuwarten.