Microsoft: M365 Copilot-Daten ab Ende 2026 in Deutschland
Microsoft kündigte an, die Datenverarbeitung für seinen M365 Copilot ab Ende 2026 exklusiv in deutschen Rechenzentren durchzuführen. Dies soll die digitale Souveränität von Kunden, insbesondere in regulierten Branchen, stärken.

Microsoft wird die Daten seiner M365 Copilot-Dienste ab Ende 2026 ausschließlich in deutschen Rechenzentren verarbeiten. Diese Maßnahme soll Kunden, insbesondere im öffentlichen Sektor und in stark regulierten Industrien, eine verbesserte digitale Souveränität ermöglichen und die Einhaltung lokaler Datenschutzbestimmungen erleichtern.
Die Ausweitung der lokalen Datenverarbeitung für Copilot ist für das Jahr 2026 geplant und umfasst neben Deutschland elf weitere Standorte in Europa, darunter Polen und Italien. Microsoft betont, dass die Verarbeitung der Daten innerhalb der jeweiligen Landesgrenzen nicht nur regulatorischen Anforderungen gerecht wird, sondern auch Latenzzeiten reduzieren und somit die Leistung von Copilot verbessern kann.
Zusätzlich zur Copilot-Datenverarbeitung kündigte Microsoft weitere Dienste zur Stärkung der digitalen Souveränität an. Ab Anfang 2026 wird eine Offline-Funktion für Azure Local verfügbar sein, die eine unabhängige Verwaltung mehrerer lokaler Azure-Cluster in privaten Cloud-Umgebungen ermöglicht. Darüber hinaus wird das "Digital Sovereignty Specialization"-Programm für Microsoft-Partner eingeführt, um deren Kompetenz im Bereich souveräner Cloud-Lösungen zu zertifizieren.
Agnes Heftberger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, äußerte sich erfreut über die neuen KI-Anwendungen, die die Produktivität steigern. Sie unterstrich die langjährige Partnerschaft von Microsoft mit Deutschland. Auf der AI Tour in Frankfurt erwartete Microsoft rund 3.000 Besucher zu Vorträgen und Workshops rund um künstliche Intelligenz.