Microsoft schafft SMS-/Sprach-MFA wegen KI-Bedrohungen ab
Microsoft stellt SMS- und sprachbasierte Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für Microsoft Entra-Nutzer ab dem 1. Februar 2027 ein. Das Unternehmen schreibt die Umstellung auf Passkeys vor, um KI-gestützten Angriffen entgegenzuwirken.

Microsoft hat angekündigt, die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) über SMS und Sprachanrufe für seinen Microsoft Entra-Dienst einzustellen. Ab dem 1. Februar 2027 müssen Nutzer auf Passkeys umsteigen, da die Bedrohung durch KI-gestützte Cyberangriffe zunimmt.
Nach Angaben des Unternehmens haben Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz die Sicherheit traditioneller Authentifizierungsmethoden erheblich untergraben. Hochentwickelte, durch KI verstärkte Phishing- und Social-Engineering-Angriffe können Anmeldeinformationen nun schneller kompromittieren und SMS- oder Sprachverifizierungen umgehen. Daher erfüllen diese Methoden nicht mehr die Sicherheitsanforderungen von Microsoft.
Passkeys nutzen die Public-Key-Kryptographie, wobei der private Schlüssel auf dem Gerät des Nutzers verbleibt und niemals übertragen wird. Die Identität des Nutzers wird dann durch biometrische Authentifizierung oder eine Geräte-PIN überprüft, was eine robustere Sicherheitslage im Vergleich zu traditionellen Methoden bietet.
Microsoft erklärte, dass passwortbasierte Authentifizierungsmethoden, einschließlich SMS-Einmalpasswörtern und sprachbasierter Verifizierung, anfällig für Phishing, Abfangen und Social-Engineering-Taktiken bleiben. Die Umstellung auf Passkeys wird als notwendige Maßnahme zur Stärkung der Sicherheit von Benutzerkonten angesichts der sich entwickelnden digitalen Bedrohungslandschaft dargestellt.